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Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Donnerstag, 03. Dezember 2020 12:41 Uhr
31 neue Corona-Infektionen bestätigt
Mittwoch, 02. Dezember 2020 09:38 Uhr

Kreis Höxter (red). Im Kreis Höxter waren bis zum 1. Dezember 2020 (Stand: um 0 Uhr) 1.394 laborbestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus erfasst (3 bestätigte Infektionen mehr als am Vortag). Davon gelten 1045 Personen als genesen (52 Personen mehr als am Tag zuvor) und 324 Personen als noch infiziert (51 Personen weniger als am Vortag). Zwei weitere Personen aus dem Kreis Höxter, die positiv getestet waren, sind verstorben. Verstorben sind eine 86 Jahre alte Person, die in Borgentreich gemeldet war, und eine 89 Jahre alte Person, die in Warburg gemeldet war. Damit sind seit Beginn der Pandemie 25 positiv getestete Personen im Kreis Höxter verstorben. Die Anzahl der COVID-19-Fälle der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner beträgt für den Kreis Höxter laut Robert-Koch-Institut am 1. Dezember 114 (Stand: 0 Uhr). Die Übersicht der Infektionszahlen im Kreisgebiet und in den zehn Städten finden Sie täglich aktualisiert unter https://corona.kreis-hoexter.de/index.html

 

Samstag, 28. November 2020 10:29 Uhr

Kreis Höxter (r). Die angeordneten Schließungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betreffen viele Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen direkt oder indirekt. Nun kann die bereits seit einiger Zeit erwartete „außerordentliche Wirtschaftshilfe“ beantragt werden. Anträge auf die Corona-Novemberhilfe können ab sofort gestellt werden. 

Die Betroffenen erhalten schnell und unbürokratisch Hilfe – in Form von Zuschüssen von 75 Prozent ihres entsprechenden durchschnittlichen Umsatzes im November 2019, tageweise anteilig für die Dauer des Corona-bedingten Lockdowns.

Alle näheren Informationen gibt es unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de 

Für Unternehmen des Gaststättengewerbes, die den wirtschaftlichen Einbrüchen durch Corona mit neuen Investitionsvorhaben entgegenwirken wollen, ist darüber hinaus ab sofort eine Antragstellung der „niedrigschwelligen Investitionsförderung für das Gaststättengewerbe“ bei der NBank möglich. Zuschüsse bis zu 80 Prozent sind hier für Investitionen möglich, die einer nachhaltigen Betriebsführung in ökologischer, ökonomischer und/oder sozialer Hinsicht dienen oder die bestehende Arbeitsprozesse optimieren und damit Arbeitsplätze und/oder den Weiterbetrieb des Unternehmens sichern. Auch Investitionsgüter, deren gewöhnliche Nutzungsdauer mindestens fünf Jahre beträgt, können gefördert werden. 

Freitag, 27. November 2020 11:14 Uhr

Kreis Höxter (r). Bis zu 400 Menschen rufen derzeit jede Woche beim Corona-Telefon des Kreises Höxter an. Mit dem Service möchte die Kreisverwaltung dazu beitragen, den Bürgerinnen und Bürgern bei Fragen weiterzuhelfen. Das Corona-Telefon des Kreises ist über die Nummer 05271/965-1111 montags bis donnerstags von 8 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr erreichbar. Freitags sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von 8 bis 12 Uhr im Einsatz und samstags von 10 bis 14 Uhr.

„Corona ist im Alltag der meisten Menschen das bestimmende Thema. Das merken wir auch bei den vielen Anruferinnen und Anrufern“, sagt Landrat Michael Stickeln. „Viele Bürgerinnen und Bürger sind nach wie vor verunsichert und haben Fragen. Mit dem Corona-Telefon möchten wir eine konkrete Hilfestellung anbieten.“

Beim Kreis Höxter kümmern sich insgesamt 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Schichtbetrieb zu je drei bis vier Personen um die Beantwortung der zahlreichen Anrufe. „Oft rufen Menschen an, die gerade erst ihr positives Testergebnis von ihrem Hausarzt erhalten haben. Viele sind dann aufgewühlt und sehr in Sorge. Wir beruhigen die Anrufer erst einmal und sagen ihnen, wie es jetzt weitergeht“, erläutert Thomas Fuest, Koordinator des Corona-Telefons im Krisenstab des Kreises. „Grundsätzlich brauchen die Menschen, die positiv getestet worden sind, nicht bei uns anzurufen. Sobald die Testergebnisse auch beim Gesundheitsamt vorliegen, melden sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter telefonisch und geben alle nötigen Informationen.“

Viele Fragen kommen auch bezüglich der Zuordnung in die Gruppe der sogenannten „Kontaktpersonen der Kategorie 1“. „Das sind Menschen, die zu einer Person mit einer nachgewiesenen Infektion über einen Zeitraum von mindestens 15 Minuten engeren Kontakt hatten. Da in diesem Fall das Risiko einer Ansteckung hoch sein könnte, müssen sich diese Kontaktpersonen vorsorglich in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Solange diese Menschen in der Quarantäne keine Krankheitssymptome zeigen, werden sie nicht getestet“, verweist Dr. Ronald Woltering, Leiter des Kreisgesundheitsamtes, auf die nationale Teststrategie.

Bei einigen Fragen rund um Corona sind jedoch andere Behörden oder Einrichtungen richtige Ansprechpartner, die dann über die Mitarbeiter des Corona-Telefons vermittelt werden:

  • Menschen mit Krankheitssymptomen oder anderen gesundheitlichen Problemen, die sich Sorgen um eine Infektion machen, sollten sich telefonisch an ihren Hausarzt wenden.
  • Wer sich etwa in angeordneter Quarantäne befindet und sich zum Beispiel fragt, was er darf und was nicht, sollte sich beim Ordnungsamt seiner Stadt melden.
  • Unternehmer und Selbstständige, die Fragen zu den staatlichen Hilfeleistungen haben, werden vom Team der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter beraten (Telefon 05271/9743 0)
  • Arbeitgeber, die Fragen zu den Ersatzansprüchen von Arbeitnehmern haben, die wegen der Quarantäne eines Kindes nicht arbeiten können, sollten sich an den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wenden.

Kreis Höxter informiert auch im Internet

Zusätzlich zum Service des Corona-Telefons bündelt der Kreis Höxter auf seiner Sonderseite www.corona.kreis-hoexter.de seit Beginn der Pandemie alle wichtigen Informationen und Ansprechpartner. Fortlaufend wird das Angebot ergänzt. Neu ist eine Übersicht, die farblich wie eine Ampel aufgebaut ist: Grün steht für erlaubte Dienstleistungen wie etwa medizinisch notwendige Behandlungen oder auch das gastronomische Angebot von Speisen zum Mitnehmen. Orange kennzeichnet die Bereiche, in denen es gewisse Einschränkungen gibt wie etwa die Maskenpflicht in Schulen. Rot steht für die Einrichtungen, die derzeit geschlossen sein müssen, wie zum Beispiel Theater, Kinos oder Fitnessstudios.

Foto: Kreis Höxter

Freitag, 27. November 2020 10:58 Uhr

Kreis Höxter (r). Nun steht es fest: Das Impfzentrum für den Kreis Höxter wird in der Stadthalle in Brakel eingerichtet. „Wir sind froh, diesen gut geeigneten zentralen Standort nutzen zu können“, sagt Landrat Michael Stickeln und bedankt sich bei Bürgermeister Hermann Temme und allen Beteiligten für die engagierte und unbürokratische Unterstützung. „Die unmittelbar bevorstehende bundesweite Impfkampagne ist ein Lichtblick in dieser herausforderungsvollen Zeit“, so der Landrat.

Auch Bürgermeister Temme ist überzeugt von der idealen Lage: „Brakel liegt in der Mitte des Kreises und ist aus allen Richtungen sehr gut zu erreichen.“ Gern habe er deshalb die die Stadthalle zur Verfügung gestellt. „Mit Impfungen gewinnen wir eine Perspektive bei der Pandemiebekämpfung“, sagt er. 

Seit das Land den Startschuss für die Umsetzung der Impfstrategie in Nordrhein-Westfalen gegeben hat, laufen beim Kreis Höxter die Vorbereitungen zur Schaffung eines stationären Impfzentrums, zu dem auch mehrere mobile Teams gehören werden, auf Hochtouren. Für die medizinische Betreuung wird die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe zuständig sein. Für die Organisation ist der Kreis verantwortlich.  

Bei der Standortsuche hatte der Krisenstab des Kreises Höxter im Vorfeld mehrere Möglichkeiten im Kreisgebiet geprüft. „Bei allen, die uns mit Angeboten entgegengekommen sind, um bei dieser wichtigen Aufgabe zu helfen, möchte ich mich bedanken“, erklärt der Leiter des Krisenstabs des Kreises Höxter, Gerhard Handermann. Die Stadthalle Brakel zeichne sich durch ihre zentrale Lage, die gute Verkehrsanbindung, eine ausreichende Anzahl von Parkplätzen und die Nähe zur Kreisleitstelle aus. Vor allem erfülle sie auch die räumlichen Anforderungen, die von der Landesregierung gestellt werden, um die organisatorischen Abläufe sicherzustellen.

„Nach den Landesvorgaben werden wir in der Stadthalle unter Einhaltung der notwendigen Abstands- und Hygieneregeln mehrere Impfbereiche aufbauen, um in kurzer Zeit viele Menschen impfen zu können“, erläutert der Leiter der Abteilung Bevölkerungsschutz beim Kreis Höxter, Thomas Krämer, der die Gesamtverantwortung für den Aufbau des stationären Impfzentrums mit mehreren mobilen Einsatzteams übernommen hat. Notwendig seien auch Räumlichkeiten für Anmeldung, Nachbereitung und Logistik.

Noch in diesem Jahr soll die Stadthalle als Impfzentrum eingerichtet und startklar sein. Ab wann es dann tatsächlich in Betrieb gehen wird, ist derzeit noch offen. Denn sobald der Impfstoff verfügbar sein wird, sollen entsprechend der nationalen Impfstrategie zuerst vorrangig Personengruppen, die als besonders gefährdete Risikogruppen gelten, geimpft werden. Dazu gehören auch Pflegebedürftige, die in Senioren- und Pflegeeinrichtungen oder in der Familie leben. Sie sollen von den mobilen Impfteams geimpft werden.

„Mit der Festlegung des Standortes haben wir eine wichtige Etappe erreicht. Jetzt liegt noch viel Arbeit vor uns, damit wir in Betrieb gehen können, sobald das Land uns das Signal dafür gibt“, erklärt Krisenstabsleiter Handermann.

Blaulicht
Freitag, 04. Dezember 2020 13:24 Uhr
Tödlicher Unfall Marienmünster: Spurenauswertung bringt neue Erkenntnisse
Freitag, 04. Dezember 2020 13:19 Uhr

Steinheim (r). Kräfte des Rettungsdienstes in Steinheim waren am Donnerstag, 3. Dezember, gegen 17 Uhr zu einem Medizinischen Notfall in die Anton-Spilker-Straße gerufen worden. Der Hilfebedürftige war augenscheinlich stark alkoholisiert, schlug um sich, reagierte verbal aggressiv und wehrte sich gegen die Maßnahmen des Rettungsdienstes. Er schlug nach den Rettungsgeräten und drohte Gewalt an. Anschließend riss sich der Beschuldigte los und lief weg. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige wegen versuchter Körperverletzung.

Donnerstag, 03. Dezember 2020 10:44 Uhr

Höxter (r). Die Polizei Höxter und die Stadt Höxter bereiten sich gemeinsam in Bezug auf eine Versammlung der AfD in der Stadthalle in Höxter am Samstag, 05. Dezember 2020, und die damit im Zusammenhang stehende Versammlung des Aktionsbündnisses "Höxter zeigt Flagge" auf einen großen Einsatz vor. 

Die Polizei ist mit zahlreichen Kräften, auch mit Beamten der Bereitschaftspolizei, im Einsatz. 

Als Versammlungsbehörde wird die Polizei diese Versammlungen begleiten, um die verfassungsrechtlich garantierte Versammlungsfreiheit aller zu gewährleisten.

Die Versammlungen finden zwischen 15 Uhr und 18 Uhr in der Stadthalle und auf dem Hindenburgwall statt. In diesem Zeitraum kann es daher im Umfeld der Versammlungen zu Beeinträchtigungen für den Durchgangsverkehr kommen. Die Polizei wird alles tun, um die Beeinträchtigungen von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie weiterer unbeteiligter Dritter so gering wie möglich zu halten. 

Ziel des polizeilichen Einsatzes ist, dass beide Versammlungen friedlich und störungsfrei durchgeführt werden können. Dennoch ist die Polizei Höxter auf alle Einsatzsituationen vorbereitet. 

Das Ordnungsamt der Stadt Höxter wird die Auflagen der Coronaschutzverordnung innerhalb und außerhalb der Stadthalle überwachen und - sofern notwendig - mit Unterstützung der Polizei durchsetzen.

Mittwoch, 02. Dezember 2020 16:26 Uhr

Marienmünster (r). Zu einem Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang kam es am Mittwoch, 2. Dezember, auf der L 886 zwischen Marienmünster-Born und Nieheim-Sommersell. Gegen 13:30 Uhr fuhr ein 79-Jähriger aus dem Kreis Lippe mit seinem Mercedes A-Klasse aus Richtung Born kommend in Richtung Sommersell. Aus noch unbekannten Gründen kam es auf freier Strecke zu einem frontalen Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Mercedes C-Klasse, der von einem 18-Jährigen aus dem Kreis Höxter gesteuert wurde. Beide Fahrzeuge wurden durch die Wucht des Aufpralls zunächst gegen Bäume am Straßenrand und dann auf die angrenzenden Felder geschleudert.

Der 79-Jährige wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass Reanimationsversuche der Rettungskräfte erfolglos blieben und er noch an der Unfallstelle verstarb. Der 18-Jährige wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Die L 866 war während der Unfallaufnahme und Bergung über mehrere Stunden für den Verkehr gesperrt. 

Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache wurden durch das Verkehrskommissariat aufgenommen. Dazu wurden beide Fahrzeuge sichergestellt und ein Sachverständiger hinzugezogen.

Mittwoch, 25. November 2020 11:47 Uhr

Marienmünster (r). Bei einem Brand eines Wohnhauses in Marienmünster-Vörden ist ein Sachschaden von rund 80.000 Euro entstanden. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei wurden am Mittwoch, 25. November, gegen 05:30 Uhr, über einen Brand eines Hauses in der Talstraße informiert. Zwei Bewohner bemerkten im Schlaf eine Rauchentwicklung in einem Nebenraum des Einfamilienhauses. Die beiden Männer konnten das Haus selbständig verlassen und wurden vor Ort durch Rettungssanitäter medizinisch versorgt. Der Verdacht einer Rauchgasvergiftung bestätigte sich nicht. Die beiden 45 und 50 Jahre alten Männer blieben unverletzt.

Die Talstraße als Ortsdurchfahrt von Vörden musste für den Verkehr zunächst komplett gesperrt werden bis eine halbseitige Verkehrsregelung möglich war. Die Kriminalpolizei Höxter hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Der Brand war im Bereich eines Nachtspeicherofens entstanden, der in einem Raum im Erdgeschoss nach längerem Stillstand wieder in Betrieb genommen wurde. Die Experten der Brandermittlung schließen einen elektrotechnischen Defekt aus. Ein am Gerät entstandener Wärmestau könnte den Brand verursacht haben. Der im Haus entstandene Sachschaden wird auf rund 80.000 Euro geschätzt.

Politik
Samstag, 14. November 2020 11:38 Uhr
Starke Innenstädte für Nordrhein-Westfalen: Fördergelder für Städte im Kreis Höxter
Samstag, 14. November 2020 08:34 Uhr

Kreis Höxter (red). Bei der ersten Bürgermeisterkonferenz nach der Kommunalwahl begrüßte Landrat Michael Stickeln in der Aula des Kreishauses bekannte und neue Gesichter. „In bewährter Tradition freue ich mich auf eine parteiunabhängige, gute Zusammenarbeit zum Wohle unseres Kreises und der zehn Städte“, sagte Stickeln zur Begrüßung.

Der Landrat und die zehn Bürgermeister treffen sich regelmäßig, um Themen zu erörtern, die alle Städte und den Kreis betreffen und um die interkommunale Zusammenarbeit voranzutreiben. Zu Beginn wählten die Bürgermeister Steinheims Stadtoberhaupt Carsten Torke zu ihrem Sprecher. Er dankte seinen Amtskollegen für ihr Vertrauen. Zum Stellvertreter wurde der Brakeler Bürgermeister, Hermann Temme, gewählt.

Kreiskämmerer Gerhard Handermann stellte anschließend die vorläufigen Eckdaten des Kreishaushaltes 2021 vor. Die Kreisordnung sieht vor, zur Festsetzung der Kreisumlage das Benehmen mit den umlagepflichtigen kreisangehörigen Städten herzustellen. Vorgestellt wurden insbesondere die Entwicklungen für die stärksten Ertrags- und Aufwandsbereiche und die Auswirkungen auf die von den Städten aufzubringende Kreisumlage und die vom Kreis aufzubringende Landschaftsumlage. „Die seit Monaten andauernde Covid-19-Pandemie hat massive Auswirkungen auf das öffentliche und private Leben, insbesondere aber auch auf die wirtschaftliche Situation in unserem Lande“, sagte Handermann. Dies treffe auch Kreise und Kommunen. Bund und Land sorgten jedoch mit einer Reihe von Maßnahmenpaketen zur Entlastung der kommunalen Haushalte.

Ein weiteres Thema war die Zusammenarbeit der städtischen Ordnungsämter und der Kreispolizeibehörde Höxter bei der Pandemiebewältigung. Zu einem Austausch hatte Landrat Stickeln den Abteilungsleiter Polizei der Kreispolizeibehörde Höxter, Christian Brenski, eingeladen. „Die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger bei uns im Kreis Höxter hält sich an die Corona-Regeln“, sagte Landrat Stickeln. Doch komme es immer wieder zu Verstößen. Dies mache Kontrollen notwendig, die Ordnungsämter und Polizei stark belasten.

Foto: Kreis Höxter

Dienstag, 27. Oktober 2020 12:06 Uhr

Oeyenhausen (red). Ein zauberhaft verwunschener Kräutergarten, friedlich fressende Schafe auf Weiden und eine ehemalige Mühle, die zu neuem Leben erweckt worden ist: Das gibt es in Nieheim-Oeynhausen.

Corinna und Roland Kummer sind seit anderthalb Jahren voller Energie dabei, die ehemalige Mühle aus dem 19. Jahrhundert aus ihrem Dornröschenschlaf zu befreien und behutsam für eine rundum naturnahe Nutzung zu verwandeln. Entschleunigung und Nachhaltigkeit zeichnen ihr Vorgehen dabei aus. Neben dem ökologisch angebauten Wildkräutergarten und der Schafhaltung bieten die neuen OeynhäuserInnen zwei großzügige Ferienwohnungen an, die alle Kriterien eines sanften Tourismus erfüllen. Gäste aus ganz Deutschland können hier strahlungs-freie (alle Handys sind auf dem Gelände der Mühle abgeschaltet) Tage mit der Möglichkeit zur aktiven Mitarbeit bei allen anfallenden Arbeiten auf dem Hof erleben. Was die ehemalige Mühle im Besonderen einzigartig macht, ist die neu entstandene Wollmanufaktur im alten Silogebäude. Dieses wurde auf drei Etagen großzügig umgebaut und mit besonderen Maschinen ausgestattet, um den Weg von der frisch geschorenen Schafwolle bis zu einem hochwertigen Wollfilz-Designerstück zu bestreiten.

Grund genug für die GRÜNEN aus Nieheim, Familie Kummer einen Besuch abzustatten und sich über dieses eigenwillige Projekt zu informieren. Die Begeisterung über die Wollprodukte und der Respekt vor dieser mutigen und entschleunigt-ökologischen Entscheidung konnten die Besucher nicht verbergen. Hier wird der natürliche Kreislauf zwischen Geben und Nehmen erfahr- und spürbar. Natürlich ist Familie Kummer erfreut, von den Plänen der GRÜNEN zu hören, die gerade dabei sind, eine Konzeption für einen Feierabendmarkt mit regionalen und ökologischen Produkten zu erarbeiten, um sie dann im Rat der Stadt Nieheim vorzulegen.

(Bild: Phila Lücking) Roland Kummer demonstriert die Einzigartigkeit der Produkte.

Gerade die Corona-Pandemie habe den Plänen der Mühlenbewohner einen Strich durch die Rechnung gemacht. Viele Frühlings- und Bauernmärkte fanden nicht statt. Die Produkte der Manufaktur konnten nicht verkauft werden. Mittlerweile verdient Herr Kummer seinen Unterhalt wieder im alten Beruf außerhalb der Mühle. Die finanziellen         (Bild: Phila Lücking)  Aus diesen Platten werden weitere Produkte gefertigt. Auswirkungen des Coronavirus auf die Umsetzung des Konzepts können momentan zu wenig eingeschätzt werden, so dass dies wohl der sicherere Weg ist. Damit die Produktion in der Mühle weitergehen kann, sucht er momentan eine MitarbeiterIn, die die Arbeit mit der Wolle wenigstens an ein bis zwei Tagen in der Woche fortsetzen kann.

Für mehr Eindrücke lohnt sich der Besuch der Internetseite www.oeynhauser-muehle.de oder natürlich der Mühle selbst. Einen ausführlichen Bilderbericht mit Einzelheiten zum Fertigungsprozess der Wollmanufaktur haben die GRÜNEN auf ihrer Homepage eingestellt: www.gruene-nieheim.de

Die nächsten „Grüne Tischgespräche auf Entdeckungsreisen“ werden am 30.11.2020 in Oeynhausen – Gasthaus Klocke – ab 19.00 Uhr – stattfinden. Bitte anmelden unter info@gruene-nieheim.de oder 05274/9548857, da die Teilnehmendenzahl coronabedingt begrenzt ist.

Foto: GRÜNE

Wirtschaft
Mittwoch, 18. November 2020 10:29 Uhr
Gute Nachricht aus Berlin - Novemberhilfe jetzt auch für Bäckerei-Cafés
Montag, 02. November 2020 09:47 Uhr

Kreis Höxter (red). Die AOK NORDWEST reagiert auf die aktuelle Lage rund um das Coronavirus und die jüngsten Entscheidungen der Politik: Ab sofort werden die AOK-Kundencenter im Kreis Höxter (Brakel, Höxter und Warburg) zunächst für den gesamten Monat November geschlossen. Eine persönliche Beratung der Kunden ist dann nur noch nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung unter Telefon 0800 265-5041 möglich. Auch alle anderen Kontaktkanäle bleiben selbstverständlich verfügbar: Die AOK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind über das Service-Telefon 0800 265 5000 jederzeit erreichbar, ebenso per Post, E-Mail unter kontakt@nw.aok.de oder digital über das AOK-Online-Servicecenter im Internet unter meine.aok.de. Mobil geht es mit der ‚Meine AOK-App‘.

„Die Kundenberatung und der Zugang zu unseren Kundencentern ist jetzt nur noch geordnet nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich. So tragen wir mit dazu bei, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, damit Arztpraxen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen arbeitsfähig und auch wir selbst als größte gesetzliche Krankenversicherung in der Region handlungsfähig bleiben“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner.

Samstag, 31. Oktober 2020 08:29 Uhr

Beverungen/Höxter/Steinheim (red). Die Organisatoren der Arzt-Patienten-Seminare der KHWE im Kreis Höxter hatten sich vor allem wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr viel vorgenommen. Mit einem extra abgestimmtem Vorgehen mit den Behörden sollten die Veranstaltungen in Beverungen, Höxter und Steinheim unter Einhaltung der Hygiene-Maßnahmen angeboten werden. "Aufgrund der aktuellen Entwicklung müssen wir die Seminare leider absagen. Dabei gibt es wichtige andere relevante Erkrankungen, die unser Leben bedrohen und über die wir gerne aufklären möchten", sagt Mit-Organisator Dr. Eckhard Sorges, Chefarzt für Kardiologie am St. Ansgar Krankenhaus.

Von der Absage betroffen sind die Arzt-Patienten-Seminare, die anlässlich der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung regelmäßig veranstaltet werden, am 7. November im Hotel Niedersachsen in Höxter, am 10. November in der Stadthalle Beverungen und am 13. November in der Stadthalle Steinheim.

Referieren wollten Dr. Eckhard Sorges und Dr. Martin Buerschaper, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie im MVZ Höxter, über die sogenannte Herzschwäche oder auch im Volksmund "Wassersucht" genannt. In Deutschland leiden schätzungsweise mehr als 3,5 Millionen Menschen an einer Herzschwäche. "Früher standen die Menschen dieser Krankheit fast hilflos gegenüber. Inzwischen sind große Fortschritte erzielt worden und die Therapiemöglichkeiten sind vielfältig,“ sagt Dr. Martin Buerschaper. Nach Angaben der beiden Experten führen viele Menschen Beschwerden wie Leistungsabfall, Atemnot, geschwollene Beine oder nächtliches Wasserlassen nicht auf eine mögliche Herzschwäche zurück. “Jeder, der unter Atemnot leidet, sollte einen Arzt aufsuchen. Je früher eine Herzschwäche erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Chancen, sie wirksam zu bekämpfen", so Dr. Sorges.

Die Hauptursachen für das schwache Herz sind Bluthochdruck, die sogenannte koronare Herzkrankheit oder – häufig bei älteren Patienten – die Herzklappenerkrankungen. Ursächlich sind seltener Herzmuskelentzündungen nach Infekten, die jedoch aktuell auch nach Covid-19-Infektionen auftreten, so Dr. Sorges, der betont, dass davon besonders ältere Menschen betroffen seien.

"Etwa zehn bis 20 Prozent der Menschen, die älter als 70 Jahre sind, haben ein schwaches Herz, die Sterberate ist hoch." Die Therapiemöglichkeiten heutzutage sind laut Dr. Sorges und Dr. Buerschaper vielfältig: Sie umfassen Medikamente, Bewegung als Therapie, elektrische Instrumente wie spezielle Herzschrittmacher zur Verbesserung der gestörten elektrischen Leitung in der Herzkammer Schutz vor dem plötzlichen Herztod durch den ICD/Defibrillator, Telemedizin, schonende minimalinvasive Herzklappenoperationen oder sogar "künstliche Herzen" als Überbrückung bis zur Herztransplantation.

Sport
Freitag, 06. November 2020 11:01 Uhr
Kreis Höxter: 14 neue Sporthelfer ausgebildet
Donnerstag, 29. Oktober 2020 13:44 Uhr

Steinheim (red). Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, hat am Dienstag weitere Fördermaßnahmen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ bekannt gegeben. Von dem einzigartigen Förderprogramm für Sportstätten profitieren bereits mehr als 1.000 Sportvereine aus ganz Nordrhein-Westfalen – eine gute Nachricht für den Reit- u. Fahrverein Steinheim e.V.: Gefördert wird die bauliche und energetische Modernisierung sowie der barrierefreie Umbau der Reitsportanlage in Höhe von 116.470 Euro.

Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz: „Ich freue mich, dass wir mit den nun erteilten Förderentscheidungen unseren Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen können. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten. Dies ist uns mit diesem Förderprogramm gelungen. Nun können wir den Sanierungsstau deutlich reduzieren.“ Mit dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ werden Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung, zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen gefördert.

Insgesamt 300 Millionen Euro stehen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ zur Verfügung.

Dienstag, 27. Oktober 2020 10:45 Uhr

Kreis Höxter/Brakel (red). Der Kreissportbund Höxter veranstaltet in Kooperation mit dem DAV Kletterzentrum OWL vom 6. bis zum 27. November einen kostenlosen Kletterkurs in Brakel. Teilnehmen können Anfänger im Alter von 14 bis 16 Jahren. Geklettert wird immer freitags in der Zeit von 16 bis 18 Uhr.

Panorama
Dienstag, 03. November 2020 11:31 Uhr
Satellitenbilder helfen bei Waldbrandbekämpfung
Donnerstag, 17. September 2020 08:32 Uhr

Paderborn (red). Die Wirtschaftsjunioren Paderborn+Höxter sowie der Wirtschaftsclub schließen sich der Entscheidung der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen (IHK) an. Die heimische Wirtschaft steht zum Erhalt des Flughafens Paderborn/Lippstadt und unterstützt das von der Flughafen-Gesellschafterversammlung beschlossene Sanierungskonzept in einer Insolvenz in Eigenverwaltung.

„Ein starker Standort, wie Ostwestfalen-Lippe, braucht einen modernen Flughafen, der in die Zukunft ausgerichtet ist. Mit dem Sanierungskonzept ist der erste richtige Schritt getan, denn es stärkt die Symbiose aus Tourismus und Geschäftsreiseverkehr nachhaltig. Dafür bezieht es ökologische Gesichtspunkte und die aktuellen Entwicklungen rund um die Mobilität der Zukunft mit ein. So hat der Flughafen Paderborn/Lippstadt eine echte Chance auf eine stabile Zukunft“, betont Kevin Taron, Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren. Nicht nachvollziehen können die Wirtschaftsjunioren und der Wirtschaftsclub, dass Kritiker den Flughafen als überflüssig bewerten.

„Der Flughafen bietet der heimischen Wirtschaft in der Region einen echten Standortvorteil. Diese Infrastruktur leichtfertig aus der Hand zu geben, wäre fahrlässig, denn wenn der Flughafen erst einmal geschlossen ist, dann bleibt er geschlossen“, so Taron weiter.

Montag, 31. August 2020 11:20 Uhr

NRW (red). Die Landesregierung wird die Weiterfinanzierung der Schulsozialarbeit sicherstellen. „Ich freue mich sehr, dass die wertvollen Angebote der Schulsozialarbeit auch über den 31. Dezember 2020 hinaus in vollem Umfang erhalten bleiben. Entscheidend ist für alle Beteiligten und insbesondere für die Kinder und Familien, die diese Unterstützung brauchen, dass die Finanzierung auch künftig gesichert und so verlässliche Beschäftigungsmöglichkeiten für Schulsozialarbeit geschaffen werden können“, so Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer.

Minister Laumann erklärte dazu: „Es ist gut, dass die Schulsozialarbeit durch die Zusage der Landesregierung jetzt dauerhaft gesichert ist. Mit der Entscheidung stehen auch Mittel für die dauerhafte Fortführung der Berufseinstiegsbegleitung zur Verfügung. Jugendliche mit schlechteren Startchancen erhalten damit auch künftig die Möglichkeit, mit kontinuierlicher Unterstützung den Schulabschluss zu erreichen und anschließend den Einstieg in eine Berufsausbildung zu schaffen.“

Bereits jetzt finanziert das Land dauerhaft und unbefristet über 760 Stellen im Landesdienst für Fachkräfte der Schulsozialarbeit an Schulen. Darüber hinaus können Schulen auch Lehrerstellen mit Fachkräften besetzen, wenn der Unterricht ungekürzt erteilt wird. Auf diesem Weg sind bereits über 370 Schulsozialarbeiter beim Land beschäftigt. Bislang finanziert das Land zusätzlich das Programm „Soziale Arbeit an Schulen im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets in Nordrhein-Westfalen“ (BuT-Schulsozialarbeit) mit etwa 1.000 Vollzeitstellen für Fachkräfte, die ebenfalls auch im Bereich der Schulsozialarbeit tätig sind, im Gesamtvolumen von 47,7 Millionen Euro. Diese Fachkräfte, die an allen Schulformen arbeiten, werden mit diesen Mitteln von den Kommunen in der Regel befristet beschäftigt. Dieses Landesprogramm ist befristet bis zum Ende des Jahres 2020. 

Die Landesregierung hat mit der heute erreichten Grundsatzeinigung nun beschlossen, die sogenannte BuT-Schulsozialarbeit dauerhaft über Landesmittel zu finanzieren und so das Angebot aufrecht zu erhalten. An der Konzeption für die Aufgaben und Zuständigkeiten für Schulsozialarbeit und Schnittstelle zur Jugendhilfe wird nach dieser Grundsatzentscheidung über die Landesmittel nun gemeinsam mit den Beteiligten in Schule, Schulaufsicht, Kommunen und Fachverbänden weitergearbeitet.

Montag, 24. August 2020 08:29 Uhr

Düsseldorf (red). Nordrhein-Westfalen hat dem Bund die vorläufigen Ergebnisse zur Erntebilanz bei Getreide übermittelt. Mit 3,8 Millionen Tonnen Getreide liegt die Ernte trotz der im dritten Jahr in Folge extremen Witterungsausschläge fast genau auf Höhe des Vorjahres (+0,1 Prozent) und 2,9 Prozent unter dem sechsjährigen Mittel.

„Es wird trotzdem deutlich: Der Klimawandel wirkt sich auf die Landwirtschaft aus. Zudem hat auch die Corona-Pandemie es den Landwirtinnen und Landwirten nicht einfacher gemacht“, kommentierte Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser die Bilanz.

Die Ministerin nahm die Erntebilanz zum Anlass, den Landwirtinnen und Landwirten für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken: „Sie leisten rund um die Uhr herausragende Arbeit für die Ernährung der Gesellschaft. Sie stellen auch in den schwierigen Zeiten unsere Versorgung sicher und bringen regionale Vielfalt auf unsere Teller. Wir Verbraucher sollten dies jeden Tag aufs Neue würdigen und unsere Lebensmittel und diejenigen, die sie erzeugen, wertschätzen", sagte Ursula Heinen-Esser.

Ein zu milder Winter, sehr hohe Niederschläge im Februar, außergewöhnliche Trockenheit im April und Mai, Spätfröste während der Eisheiligen und schließlich Hitze und Trockenheit im August haben das Wachstum fast aller Feldfrüchte in diesem Jahr beeinträchtigt. Dies hat dazu geführt, dass die Ernteergebnisse je nach Region und vor allem je nach Bodengüte außergewöhnlich stark streuen.

Regional kam es insbesondere bei Winterweizen auf guten Böden mit hoher Wasserspeicherung zu unerwarteten Rekorderträgen, während die Ernte vor allem auf leichten, sandigen Böden unterdurchschnittlich war. Die Anbaufläche für Getreide in Nordrhein-Westfalen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf 507.090 Hektar und umfasst damit etwa die Hälfte der Ackerlandfläche. Lokale Aussagen zur Erntebilanz sind auf Grundlage der landesweiten Daten nicht möglich.

Weizenernte über dem Durchschnitt

Im Ergebnis liegen in Nordrhein-Westfalen die Flächenerträge bei Winterweizen mit 86,2 Dezitonnen pro Hektar (dt/ha) um 5,5 Prozent höher als im Vorjahr und 3,2 Prozent über dem langjährigen Mittel. Hingegen gingen die Erträge bei Wintergerste (70,8 dt/ha, minus 8 Prozent gegenüber Vorjahr, minus 7,2 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel), Winterroggen (62,1 dt/ha, minus 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, minus 3,9 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel), Triticale (61,2 dt/ha, minus 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, minus 11,2 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel) und Hafer (44,0 dt/ha, minus 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, minus 17,6 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel) zurück.

„Neben der Menge spielt natürlich auch die Qualität der Ernte eine wichtige Rolle. Hier hat das warme Erntewetter dafür gesorgt, dass nahezu das gesamte Getreide sauber, trocken und pünktlich eingebracht werden konnte“, erklärte Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser.

Bei der wichtigsten Brotgetreideart Weizen deute sich an, dass die für das Backverhalten wichtigen Proteingehalte in diesem Jahr vor allem auf Flächen mit Rekorderträgen auf eher niedrigem Niveau liegen. Bei der Wintergerste als wichtigster Futtergetreideart werden besonders gut gefüllte Körner mit hohem Hektolitergewicht berichtet.

Sorgenkinder Grünland und Futter

Weniger günstig stellen sich derzeit die Aussichten für die Futtergewinnung dar. Insbesondere auf den leichten, sandigen Standorten haben Hitze und Trockenheit der letzten Wochen Mais, Futtergräsern und Grünland stark zugesetzt und lassen deutlich unterdurchschnittliche Erträge erwarten. Damit stehen viele Tierhaltungsbetriebe im dritten Jahr in Folge vor dem Problem knapper Winterfuttervorräte. Einsetzende Niederschläge werden die vorzeitige Abreife vieler Maisbestände nicht mehr aufhalten können. Allerdings gibt es auch früh gesäte Maisbestände auf guten Böden, die durchaus eine hohe bis sehr hohe Ernte erwarten lassen.

Ministerin Heinen-Esser: „Der trockenheitsbedingte Wachstumsstillstand auf Grünland wird in der verbleibenden Vegetationszeit nicht mehr aufzuholen sein. Das stimmt mich besorgt. Aber auch hier gibt es regional je nach Boden und Niederschlägen große Unterschiede.“ Unter der Hitze und Trockenheit litt auch der Kartoffelanbau. Nur mithilfe der Beregnung werden in diesem Jahr gute Erträge und Qualitäten möglich sein. Dort, wo nicht beregnet werden kann, sind schwache Erträge und zum Teil hohe Stärkegehalte und damit mehlige Knollen die Folge. Günstige Witterung mit ausreichenden Niederschlägen kann vor allem bei Zuckerrüben, aber auch bei späten Kartoffeln, Silo- und Körnermais sowie Grünland in den nächsten Wochen die Ernteerwartungen noch verbessern.

Samstag, 22. August 2020 10:07 Uhr

Düsseldorf (red). Ein neues Videospiel soll Kinder und Jugendliche über extremistische Einflüsse im Internet aufklären und ihre Medienkompetenz stärken: Innenminister Herbert Reul, der Chef der Staatskanzlei und für Medien zuständige Staatssekretär, Nathanael Liminski, und Martin Borchers, Produzent der Firma bildundtonfabrik (btf) haben am Freitag (21. August) das Spiel „Leons Identität“ vorgestellt. Der NRW-Verfassungsschutz und Staatskanzlei haben das Projekt gemeinsam beauftragt und begleitet.

„Das Netz ist die Dunkelkammer eines extremistischen Weltbildes und die Radikalisierungsmaschine des 21. Jahrhunderts. Deshalb ist es wichtig, dass der Staat hier maßgeschneiderte Angebote macht. Die Überzeugungen junger Menschen dürfen nicht von Populisten und Radikalen geprägt werden, da müssen und wollen wir mitmischen“, so Reul. Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz sieht die Digitalisierung des Extremismus als größte Herausforderung für alle Sicherheitsbehörden an.

Nathanael Liminski sagte: „Nordrhein-Westfalen geht in der Extremismus-Prävention neue Wege. Mit ‚Leons Identität‘ wollen wir junge Menschen vor dem Abrutschen in die rechte Szene bewahren. Indem wir ihre Medienkompetenz stärken, machen wir sie immun gegen Hetze und Hass. Zielgruppengerecht gehen wir mit unserer Prävention dorthin, wo sonst Radikalisierung stattfindet.“

Leons Identität ist ein detektivisches Abenteuerspiel. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Jonas, der sich auf die Suche nach seinem vermissten Bruder macht. Jonas sucht in Leons Jugendzimmer nach Hinweisen und geht den Umständen seines mysteriösen Verschwindens auf den Grund, wobei er Leons langsames Abdriften in die rechtsextreme Szene nachzeichnet.

Bereits seit vier Jahren ist der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz auf der Spielemesse „Gamescom“ präsent. Die positiven Erfahrungen dort sind der Hintergrund für die Entwicklung des Spiels. Das Spiel ist offiziell geprüft und hat die Alterskennung USK 12. Es eignet sich auch für den Einsatz in Schulen. Zum Spiel gehört eine Website, die eine Brücke in die reale Welt schlägt. Hier können die Spieler sich weiter informieren und valide Quellen sichten.

Entwickelt wurde das Spiel gemeinsam mit bildundtonfabrik (btf), unter anderem mehrfacher Gewinner des Grimmepreises und des deutschen Videospielpreises 2019. „Was wir können, ist über Extremismus und Radikalisierung aufklären, was wir aber nicht können, ist ein Videospiel entwickeln“, so Innenminister Reul. Das Gesamtbudget für die Entwicklung des Spiels betrug rund 220.000 Euro.

Mehr Informationen zu „Leons Identität“ gibt es unter www.leon.nrw.de

Foto/Screenshot: Land.NRW

 

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