Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Donnerstag, 20. Februar 2020 11:16 Uhr
Kreisstraßen wegen Krötenwanderung zeitweise gesperrt
Donnerstag, 20. Februar 2020 10:47 Uhr

Kreis Höxter (red). Die Pollensaison hat begonnen: Der milde Winter lässt die Pollen mehr als vier Wochen früher fliegen. Für Allergiker im Kreis Höxter brechen wieder harte Zeiten an. Sie leiden unter Niesattacken, Schnupfen, tränenden und roten Augen bis hin zu Atembeschwerden.

Aber nicht nur das: Zusätzlich bereitet vielen Pollenallergikern der Genuss bestimmter Obst- und Gemüsesorten Probleme. Lippen, Zunge und Mundschleimhaut kribbeln, röten sich und schwellen an. Die Symptome zeigen sich vor allem bei Menschen, die eine Allergie auf Frühblüher, also auf die Pollen von Birke, Erle und Hasel haben. „Wer unter einer Kreuzallergie leidet, sollte stets einen Blick auf die Zutatenliste von Lebensmitteln werfen. In erhitzter Form sind die meisten Nahrungsmittel aber gut verträglich", erklärt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner.

Allergien sind eine Volkskrankheit: Mindestens jeder vierte Bundesbürger erkrankt im Laufe seines Lebens an einer Allergie – Tendenz steigend. Der sogenannte Heuschnupfen, eine Allergie gegen Pollen, trifft dabei am häufigsten auf. Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts leiden ungefähr 15 Prozent der Erwachsenen daran. Wer allergisch auf Pollen ist, hat möglicherweise auch mit bestimmten Nahrungsmitteln Schwierigkeiten. Sie können zu Juckreiz, Schwellungen und Bläschen der Mundschleimhaut, aber auch Schnupfen, Bindehautentzündung, Asthma und Hautreaktionen (Urtikaria) führen. Der Verdauungstrakt reagiert meist nicht. Es gibt wenige Ausnahmen.

Der Grund für eine solche Kreuzallergie ist die weit verzweigte Verwandtschaft der Pflanzen untereinander. Das führt dazu, dass sich die Allergene ähneln. Das Immunsystem reagiert nicht nur auf Pollen, sondern wegen der Ähnlichkeit auch auf bestimmte Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln wie z.B. von Obst, Nüssen oder Gewürzen. Welche Nahrungsmittel man nicht verträgt, hängt davon ab, auf welche Pollenarten man allergisch ist. Menschen, die auf Birkenpollen allergisch sind, können auch auf Kernobst, Steinobst oder Nüsse allergisch reagieren. Wer eine Allergie auf die Frühblüher Birke, Erle oder Hasel hat, kann neben den Äpfeln auch auf anderes Kern- und Steinobst wie Kirschen, Pfirsiche, Birnen und Pflaumen aber auch auf Nüsse und Mandeln reagieren. Oft spielt auch die Apfelsorte eine Rolle bei der Verträglichkeit. Alte Apfelsorten werden häufig besser vertragen.

„Außerdem werden die allergieauslösenden Komponenten im Apfel durch Hitze zerstört“, sagt Wehmhöner. Viele Allergiker vertragen problemlos Apfelkompott, Kirschkuchen oder Aprikosenmarmelade. Die allergenwirkende Struktur wird auch bei der Verarbeitung zerstört, so dass manche Obstsorte geschält, zerkleinert oder gerieben verzehrt werden kann. 

„Der Umgang mit den Kreuzreaktionen ist nicht immer so einfach“, weiß Wehmhöner. Bei Pollenallergikern, die auf Beifuß reagieren, können Kreuzreaktionen auf Sellerie und andere Gemüse wie Karotten oder Fenchel und auf Gewürze wie Anis, Kümmel oder Petersilie auftreten oder bei Haselpollenallergikern auf Haselnüsse. Hier sind die Allergene weitgehend hitzestabil, so dass weder Verarbeiten noch Kochen eine wesentliche Änderung herbeiführen. Nicht nur die Nuss im Studentenfutter, sondern auch die im Kuchen oder in der Schokolade muss dann gemieden werden.

Betroffene können sich auch im Rahmen einer individuellen Ernährungsberatung unter der Rufnummer 0800 2655-500955 informieren. Außerdem hilft die Kreuzallergie-Karte des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB). Sie zeigt auf, wie die Verträglichkeit einzelner Obst- und Gemüsesorten bei der jeweiligen Allergie zu bewerten ist, liefert eine Übersicht der häufigsten Kreuzallergien und Tipps für den Alltag. Diese kann kostenlos unter info@daab bestellt werden. 

Weitere Informationen zum Thema Allergien gibt es auch unter www.aok.de/nw Rubrik ‚Gesundes Leben‘ oder beim Deutschen Allergie- und Asthmabund unter www.daab.de

Die aktuellen Pollenflugdaten können auch beim Deutschen Wetterdienst (DWD) unter www.dwd.de/pollenflug abgerufen werden. Pollenflug-Apps bieten darüber hinaus die Möglichkeit für eine individuelle Vorhersage für bestimmte Allergene am jeweiligen Aufenthaltsort.

Foto: AOK/hfr

Donnerstag, 20. Februar 2020 09:31 Uhr

Kreis Höxter (red). Wer fährt, trinkt nicht und wer trinkt, fährt nicht. Das gilt nicht nur im Alltag, sondern auch an den närrischen Tagen. Wenn sich die Jecken mit Promille ans Steuer setzen, ist Schluss mit lustig. „Wer Alkohol trinkt, sollte Auto, Fahrrad, Motorrad oder E-Tretroller stehen lassen und auf Alternativen wie den öffentlichen Nahverkehr, Taxis oder Fahrgemeinschaften setzen“, sagt Oliver Thöne, Geschäftsführer der Verkehrswacht für den Kreis Höxter. Er empfiehlt, dass in Vorbereitung auf Straßenumzüge, Sitzungen und private Feiern nicht nur die Kostümierung, sondern auch das Hin- und Wegkommen gut geplant werden. „Wer unbeschwert feiern und trinken möchte, sollte sein Auto direkt zu Hause stehen lassen“, appelliert Thöne an die Vernunft der Feiernden. „Übrigens ist auch ein E-Tretroller keine Alternative! Es gelten dieselben Promillegrenzen wie für Autofahrer.“

Wer betrunken fahre, riskiere nicht nur sein Leben, sondern auch das der anderen. Das gelte auch am Morgen danach. „Wer viel getrunken hat, weist Stunden später noch Restalkohol im Blut auf“, mahnt die Verkehrswacht. Je nach Geschlecht und Körpergewicht baut der Körper im Durchschnitt 0,1 bis 0,2 Promille in der Stunde ab. Eine 55 Kilogramm schwere Frau, die um Mitternacht mit 1,2 Promille ins Bett geht, ist morgens um 7 Uhr mit 0,5 Promille noch nicht fahrtüchtig. „Eine kalte Dusche, fettige Speisen oder schlafen beschleunigen den Alkoholabbau nicht“, sagt Thöne.

Wie gefährlich es sein kann, mit Alkohol im Blut zu fahren, zeigt die Unfallstatistik des Vorjahres. Laut Innenministerium ereigneten sich 2019 in NRW in der Zeit von Altweiber bis Aschermittwoch 97 Alkoholunfälle, bei denen ein Mensch ums Leben kam und 22 verletzt wurden. Auch in diesem Jahr wird die Polizei mit Kontrollen gegen Alkohol am Steuer vorgehen. Im vergangenen Jahr bestätigte sich in 353 Fällen die Vermutung, dass der Fahrer oder die Fahrerin zu viel Alkohol im Blut hatte. 173 Führerscheine behielt die Polizei in NRW direkt ein.

Aber auch nüchterne Jecken am Steuer sollten nicht zu unbedarft sein. „Kostüme dürfen die Verkehrssicherheit nicht gefährden. Sichtfeld, Gehör und Bewegungsfreiheit dürfen nicht beeinträchtigt sein“, sagt Oliver Thöne und wünscht allen Narren und Närrinnen von Altweiber bis Veilchendienstag einen tollen Höhepunkt der diesjährigen Karnevalssession.

Info:

Wer mit einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille und mehr am Steuer erwischt wird, begeht eine Ordnungswidrigkeit und wird beim Erstverstoß mit einer Geldbuße von 500 Euro, einem Monat Fahrverbot und zwei Punkten geahndet. Bereits ab 0,3 Promille geht die Polizei von einer „relativen Fahruntüchtigkeit“ aus. Wer dann durch seine Fahrweise auffällt, kann wegen Trunkenheit im Verkehr belangt werden. Diese Straftat führt zu einem Entzug der Fahrerlaubnis. Für Fahrer bis 21 Jahre gilt ein generelles Alkoholverbot.

www.verkehrswacht-hoexter.de

Foto: LVW NRW

Donnerstag, 20. Februar 2020 08:46 Uhr

Höxter (red). Ob klassisch, rockig, gerappt oder a capella: Die Landesgartenschau sucht ab sofort einen selbstkomponierten Landesgartenschau-Song, der als Ohrwurm schon jetzt Lust auf die Landesgartenschau 2023 macht. Teilnehmen können Bürger, Vereine, Schulklassen, Chöre und alle weiteren Gruppen. Der Sieger darf sein Lied in einem professionellen Tonstudio aufnehmen, sodass der Song anschließend vielfältig vor und während der Landesgartenschau eingesetzt werden kann.

„Uns ist wichtig, dass der Liedtext einen Bezug zur Landesgartenschau hat und mit einer eingängigen Melodie ein echter Ohrwurm wird“, sagt Landesgartenschau-Geschäftsführerin Claudia Koch. „Deswegen muss die Einsendung auch ein fertig arrangiertes Musikstück sein. Für die Aufnahme reicht aber ein Smartphone, es muss keine professionelle TonstudioAufnahme sein.“ „Der Einsendeschluss ist am 31. Mai 2020“, fügt Landesgartenschau-Geschäftsführer Heinrich Sperling hinzu. „Damit haben alle Teilnehmer genug Zeit, den Landesgartenschau-Song zu komponieren.“ Eine fachkundige Jury wird aus allen Teilnehmern maximal zehn auswählen, die am 10. Juni 2020 ihren Song im Rahmen einer Live-Show in Höxter präsentieren.

Anschließend küren die Jury und das Publikum den Sieger. Im Juli folgt die professionelle Aufnahme im Tonstudio. „Im August werden wir den fertigen Siegersong präsentieren.“ Abgesehen von der Musik-Datei im .mp3 -Format müssen alle Teilnehmer auf dem Teilnahmebogen Landesgartenschau-Wettbewerb „Mein LGS-Song“ den selbstgedichteten Liedtext und eine kurze Beschreibung zur Idee und zum Hintergrund des Liedes einreichen. Zudem muss der Bogen Erklärung zur Übertragung von Nutzungsrechten ausgefüllt und unterschrieben beigefügt werden. Beide Bögen sind auf der Internetseite der Stadt Höxter verfügbar. Es können nur Vorschläge berücksichtigt werden, wenn alle nötigen Formulare ausgefüllt sind.

Die ausgefüllten Formulare und Aufnahmen können entweder im Stadthaus in Höxter abgegeben werden (zum Beispiel auf einem USB-Stick) oder per Mail an landesgartenschau@hoexter.de geschickt werden. Zudem sollten alle Teilnehmer bereit sein, bei der Live-Show am 10.06.2020 in Höxter vor Publikum aufzutreten. Mit der Einsendung räumen die Teilnehmer der Landesgartenschau Höxter 2023 gGmbH das zeitlich und räumlich uneingeschränkte Nutzungsrecht an der eingereichten Aufnahme für alle Nutzungsarten, insbesondere auch das Bearbeitungsrecht, ein und erklären, dass der Entwurf frei von Rechten Dritter ist. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Foto: LGS

Mittwoch, 19. Februar 2020 11:50 Uhr

Höxter (red). Die Lesung bei der VHS in Höxter, die Robert Habeck aufgrund der aktuellen Ereignisse in Thüringen kurzfristig absagen musste, wird am Mittwoch, den 29. April nachgeholt. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Residenz-Stadthalle Höxter, Einlass ab 18.30 Uhr. Die VHS teilt mit, dass die Karten ihre Gültigkeit behalten. Wenn dennoch Karten abgegeben sollen, wenden sich die Interessenten bitte an die VHS-Geschäftsstelle in Höxter unter Tel 05271 9634303 oder E-Mail vhs@vhs-hoexter.de

In der Lesung geht es um die aktuell brisante Frage, wie wir miteinander umgehen und warum unsere Demokratie eine offene und vielfältige Sprache braucht.

Foto: Dennis Williamson

Blaulicht
Donnerstag, 20. Februar 2020 14:03 Uhr
Nach Ladendiebstahl: Bande auf der Flucht gefasst und inhaftiert
Mittwoch, 19. Februar 2020 11:15 Uhr

Steinheim (red). In zwei Fällen sind am Dienstag, 18. Februar, in Steinheim aus abgestellten Fahrzeugen Portemonnaies gestohlen worden. Der erste Fall ereignete sich in der Schulstraße in Steinheim, als ein bislang unbekannter Täter zwischen 18:00 und 20:15 Uhr die Seitenscheibe eines dort abgestellten grauen VW Passat zerstörte, und das im Auto liegen Portemonnaie mitsamt Bargeld und Kreditkarten entwendete.

Die andere Tat ereignete sich am selben Abend zwischen 20 Uhr und 01:30 Uhr am 19. Februar. Hier wurde bei einem grauen Seat Leon ebenfalls eine Scheibe zerstört und eine Geldbörse entwendet, in der sich Kreditkarten und Dokumente befanden. In beiden Fällen bittet die Polizei Höxter um Hinweise unter Telefon 05271/962-0.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei: Lassen Sie keine Wertsachen wie Mobiltelefone, Kameras, tragbare Computer, Geldbörsen oder Bargeld im Auto liegen, auch nicht im Kofferraum. Verstecken ist sinnlos, erfahrene Diebe kennen jedes Versteck. Achten Sie beim Verschließen darauf, dass Ihr Fahrzeug tatsächlich durch die Funkfernbedienung abgeschlossen wurde. Betätigen Sie zur Kontrolle den Türgriff.

Montag, 17. Februar 2020 12:08 Uhr

Lügde (red). Am Samstagabend um 22 Uhr befuhr ein 33-jähriger Steinheimer mit seinem Renault Twingo in Lügde die Schwalenberger Straße in Richtung Schwalenberg. In entgegengesetzte Richtung befuhr ein 19-jähriger Göttinger mit seinem BMW ebenfalls die Straße im Rischenauer Wald. Plötzlich kam es auf gerade Strecke zu einem Wildwechsel, infolgedessen der Steinheimer mit seinem PKW auf die Gegenfahrbahn geriet und mit dem dortigen BMW frontal zusammenstieß. Dabei wurden der Fahrer des Twingo und dessen 19-jähriger Beifahrer schwerstverletzt. Sie kamen mittels Rettungswagen in die Kliniken nach Detmold und Bad Pyrmont. Die vier Insassen des BMW im Alter zwischen 16 und 19 Jahren erlitten leichte Verletzungen und wurden mit weiteren Rettungswagen den umliegenden Kliniken in Bad Pyrmont, Hameln und Höxter zugeführt. Beide Pkw wurden sichergestellt und es entstand Sachschaden in Höhe von ca. 3000 Euro. Für die Zeit der Unfallaufnahme war die Schwalenberger Straße ca. drei Stunden gesperrt.

Montag, 17. Februar 2020 11:31 Uhr

Steinheim (red). An einem Einkaufsmarkt an der Anton-Spilker-Straße in Steinheim wurden 50 leere Obstkisten entwendet. Am Montag, 17. Februar, war um 4.25 Uhr ein weißer Lieferwagen zur Warenannahme an den rückwärtigen Bereich des Verbrauchermarktes gefahren. Drei bislang unbekannte Täter stiegen aus, räumten in kurzer Zeit etwa 50 leere Obstkisten in den Transporter und fuhren davon. Die Polizei bittet um Hinweise von möglichen Zeugen unter der Telefonnummer 05271/962-0.

Montag, 17. Februar 2020 09:52 Uhr

Kreis Höxter (red). Bei der jüngsten monatlichen Schwerpunktkontrolle im Kreisgebiet fielen den Beamten der Kreispolizeibehörde Höxter 113 Verkehrsteilnehmer auf, die zu schnell unterwegs waren. Darunter 28 Geschwindigkeitsverstöße, die sogar im Punktebereich lagen. Der Verkehrseinsatz im Rahmen des Sicherheitsprogramms wurde am Donnerstag, 13. Februar, durchgehend zwischen 6 und 21 Uhr an verschiedenen Stellen im Kreis Höxter durchgeführt.

Trotz des an diesem Tag teilweise sehr schlechten Wetters mit Regen, Wind und Hagelschauern zeigte der Sondereinsatz doch eine relativ hohe Zahl an Geschwindigkeitsverstößen. Hinzu kamen zwölf Gurtverstöße, 16 "Handy"-Verstöße und 19 sonstige Verstöße.

Darunter eine Fahrt mit einem Motorrad, bei der der Fahrer nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war. Weiterhin festgestellt wurden eine Alkoholfahrt in Bad Driburg und zwei Fahrten unter dem Einfluss von Drogen in Warburg und Bad Driburg. Außerdem wurde in der Zeit von 7 bis 8 Uhr in Brakel-Hembsen an der Grundschule in einem 30er-Bereich die Geschwindigkeit gemessen. Vier Fahrzeugführer fuhren hier schneller als 51 km/h und kassierten damit Punkte.

Politik
Dienstag, 18. Februar 2020 10:35 Uhr
Noch bis zum 1. März anmelden: Fördergelder für kleinere Kulturprojekte im Kreis Höxter
Donnerstag, 13. Februar 2020 10:48 Uhr

Kreis Höxter (red). Der Kreis Höxter kann sich über eine weitere Bundesförderung freuen. „Die Förderung des Bündnisses der gesetzlichen Krankenversicherungen und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Aufbau gesundheitsförderlicher Steuerungsstrukturen ist für den Kreis Höxter in meinem Wahlkreis eine große Chance“, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Haase, der sich bei Gesundheitsminister Spahn für den Antrag aus dem Kreis Höxter stark gemacht hat.

Die ländlichen Lebenswelten stehen vor besonders großen demographischen Herausforderungen. Der Kreis Höxter möchte die Vernetzung verbessern, um kleinräumige Bedarfe und Besonderheiten bei der Gesundheitsförderung zu berücksichtigen, Ressourcen zu bündeln und die dafür nötigen Prozesse zu koordinieren.

„Ich freue mich, dass diese zukunftsfesten Ideen nun auch gefördert werden“, so Haase.

Ziel ist es unter Partizipation der betroffenen Menschen in ihren Lebenswelten sowie den Kommunen, Leistungserbringern, Krankenversicherungen und Organisationen der Zivilgesellschaft eine ganzheitliche Strategie für eine erfolgreiche Förderung der Gesundheit zu entwickeln.

Mittwoch, 12. Februar 2020 11:02 Uhr

Düsseldorf/Kreis Höxter (red). Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie teilt mit: Die weißen Flecken werden weniger, seit Unterzeichnung des Mobilfunkpaktes für Nordrhein-Westfalen vor 18 Monaten hätten die Netzbetreiber mehr als 3.600 Mobilfunkstandorte mit LTE aufgerüstet oder neu errichtet.

Damit hätten Deutsche Telekom, Telefónica und Vodafone mehr als die Hälfte der bis Sommer 2021 vereinbarten Ziele erreicht, zog Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart eine positive Halbzeitbilanz.

Im Sommer 2018 hatte die Anbieter zugesagt, die Mobilfunkverfügbarkeit binnen drei Jahren durch Upgrades und Neubau von insgesamt 6.850 Basisstationen erheblich zu verbessern. Bis Ende 2019 wurden bereits 3.050 (geplant: 5.500) Mobilfunkmasten umgerüstet und 573 (geplant: 1.350) neue Standorte errichtet, wobei das Ausbautempo zuletzt deutlich anzog. Dazu gehören auch Mobilfunkstandorte in ländlichen Regionen sowie an Autobahnen und Bahnstrecken.

Digitalminister Pinkwart: „Wir sind beim Mobilfunkpakt auf Kurs. Die Ergebnisse zeigen, dass unsere Vereinbarung mit den Netzbetreibern echten Schub für den Mobilfunkausbau gebracht hat. Auch deswegen ist Nordrhein-Westfalen führendes Flächenland bei der LTE-Versorgung. Die Bürgerinnen und Bürger profitieren vielerorts davon, dass ihre Kommunen den Ausbau engagiert unterstützen. Aber wir sind noch nicht am Ziel: In einigen Regionen haben wir deutlichen Aufholbedarf. Die bisherige Zusammenarbeit macht mich zuversichtlich, dass in den kommenden anderthalb Jahren weitere tausende Funklöcher geschlossen werden.“

Die LTE Versorgung in Nordrhein-Westfalen im Überblick

  • Ende 2019 lag der Anteil der mit LTE versorgten Haushalte in Nordrhein-Westfalen bei der Deutschen Telekom bei 99,3 Prozent, bei Telefónica bei 94,3 Prozent und bei Vodafone bei 99,4 Prozent. Diese Angaben der Mobilfunknetzbetreiber zum Stand 31.12.2019 werden derzeit durch die Bundesnetzagentur im Zusammenhang mit den bis zum Jahresende 2019 zu erfüllenden Versorgungsauflagen überprüft.
  • Der Anteil der mit LTE versorgten Fläche in Nordrhein-Westfalen durch mindestens einen Anbieter stieg bis Ende 2019 auf rund 93,3 Prozent.
  • Die Ausbaudynamik hat zugenommen: In der zweiten Jahreshälfte 2019 wurden gut doppelt so viele LTE-Mobilfunkstandorte neu errichtet oder aufgerüstet wie in der ersten Jahreshälfte.
  • Weitere Informationen zum LTE-Ausbau der Netzbetreiber können als aggregierte Versorgungskarten hier abgerufen werden.

Insbesondere einige Teile Ost- und Südwestfalens sind noch mit LTE unterversorgt. In den vergangenen anderthalb Jahren konnten hier einige weiße Flecken geschlossen werden. So wurden beispielsweise im Kreis Siegen-Wittgenstein 89 Standorte neu errichtet oder auf LTE umgerüstet, im Hochsauerlandkreis 67 und im Kreis Höxter 59 Standorte. Auch in den Grenzregionen hat sich die Mobilfunkversorgung spürbar verbessert. 

Aufbau des neuen 5G-Netzes ist gestartet

Parallel zum LTE-Ausbau hat nach Abschluss der Frequenzauktion in der zweiten Jahreshälfte 2019 der Aufbau der 5G-Netze in Nordrhein-Westfalen begonnen. Pinkwart: „Die vielen neuen und umgerüsteten Mobilfunkstandorte für LTE spielen eine wichtige Rolle für den Start der nächsten Mobilfunkgeneration 5G. Die Standorte können vielfach auch für die 5G-Infrastruktur genutzt werden und erleichtern so den zügigen Rollout in vielen Regionen des Landes.

Wirtschaft
Mittwoch, 19. Februar 2020 10:35 Uhr
Übergabe des Zuwendungsbescheides: WillKOMMEN.WillBLEIBEN.WillHEIMAT – die Agentur zur Fachkräftesicherung geht an den Start
Dienstag, 18. Februar 2020 10:57 Uhr

Steinheim (red). Am Mittwoch, den 11. März, steht Existenzgründer(-innen) und kleinen und mittleren Unternehmen aus Steinheim und Umgebung die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH für eine individuelle betriebswirtschaftliche Beratung vor Ort zur Verfügung. In Einzelgesprächen können folgende Themen und Probleme erörtert werden:

  • Existenzgründungsvorhaben
  • Erweiterungsvorhaben
  • Betriebsübernahmen
  • Sanierungen
  • Erwerb von Gewerbeflächen und stillgelegten Betrieben
  • Bezuschussung von Unternehmensberatungen
  • Seminarangebote
  • Inanspruchnahme öffentlicher Finanzierungsmittel

Der Sprechtag findet zwischen 14 und 17 Uhr im Rathaussaal der Stadtverwaltung Steinheim statt.

Erforderlich ist eine telefonische Terminvereinbarung unter 05271 / 97 43 15 bei der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH.

Dienstag, 18. Februar 2020 09:18 Uhr

Bad Driburg (red). Stress im Job, weniger Zeit im Alltag, immer höhere Anforderungen an sich selbst: "Während es wegen des demografischen Wandels immer mehr ältere Patienten gibt, leiden auch immer mehr junge Leute unter Depressionen, Burn Out oder Suchtproblemen", sagt Dr. Volker Knapczik. Und er weiß, wovon er spricht. Seit 25 Jahren ist der 60-Jährige am St. Josef Hospital in Bad Driburg tätig – 20 Jahre davon leitet er die Klinik für Psychiatrie. und Psychotherapie.

Wer Dr. Volker Knapczik in der zweiten Etage des St. Josef Hospitals über den Weg läuft, begegnet einem herzlichen und aufgeschlossenen Arzt. Ursprünglich, erinnert sich der passionierte Mediziner zurück, wollte er nach seinem Studium als Hausarzt tätig sein. "Nachdem ich jedoch erste Erfahrungen in der Psychiatrie gesammelt hatte, war schnell klar, dass ich auch in diesem Bereich arbeiten möchte. Die Arzt-Patienten-Beziehung ist intensiv, es bleibt mehr Zeit für Gespräche", sagt der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.

Mit seiner zusätzlichen neurologischen Facharztausbildung hat der Chefarzt auch die körperlichen Probleme seiner Patienten im Blick und arbeitet bei Bedarf mit den somatischen Abteilungen im St. Josef Hospital eng zusammen. Dr. Knapczik: "Unsere Psychiatrie ist die einzige im Kreis Höxter und gewährleistet die Pflichtversorgung für die Bevölkerung."

Neue therapeutische Ansätze
Warum immer mehr junge Leute psychologische Hilfe und Orientierung suchen, liegt für Dr. Volker Knapczik klar auf der Hand: "Schützende Systeme wie Familie oder Nachbarn sind im Vergleich zu früher oft nicht mehr vorhanden", sagt er, "vor allem wegen häufiger Arbeitsplatz- oder Wohnortwechsel haben die Menschen weniger stabile soziale Kontakte vor Ort, die ihnen in emotional schwierigen Situationen helfen können."

So wie die psychologischen Herausforderungen und Krankheitsbilder sich in den vergangenen 25 Jahren gewandelt haben, so haben sich auch die Therapieformen entwickelt: Ausgehend von Psychoanalyse und Verhaltenstherapie haben sich bis heute zahlreiche weitere Psychotherapie-Verfahren etabliert und werden von kreativ-therapeutischen Ansätzen wie Kunst- oder Musiktherapie ergänzt. Und auch bei der medikamentösen Behandlung der Patienten gibt es heute mehr Möglichkeiten – und weniger Nebenwirkungen.

20 Ärzte und Psychologen
Die besondere architektonische Gestaltung der Klinik schafft eine warme, angstfreie und beziehungsfördernde Atmosphäre und ermöglicht ein harmonisches Miteinander. Dr. Volker Knapczik: "Grundsätzlich leben wir unser Konzept der "offenen Türen": Durch die räumliche Nähe haben unsere Tagesklinikpatienten Zugang zum gesamten Therapiespektrum der psychiatrischen Abteilung. Zudem können stationär behandelte Patienten frühzeitig in eine Therapiegruppe integriert werden, in der sie die Behandlung als Tagesklinikpatient fortsetzen und so bei ihrem vertrauten Therapeutenteam bleiben können." Das Team, bestehend aus 20 Ärzten und Psychologen, behandelt jährlich etwa 1500 Patienten stationär und 2000 Fälle ambulant.

Der Zeit angepasst
Dr. Volker Knapczik blickt mit Stolz auf die vergangenen Jahre als Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie zurück. "In dieser Zeit wurden die Betten aufgestockt, es wurde renoviert, ein neuer Anbau für therapeutische Maßnahmen errichtet und mehr Therapien angeboten", sagt er. Die Klinik habe sich der Zeit angepasst und weiterentwickelt. "Aber: Ich hatte damals das Glück, dass die Abteilung unter meinem Vorgänger und Gründer der Klinik (1968), Dr. Hanns Philipzen,  so gut aufgestellt war und es tolle und engagierte Mitarbeiter gab und gibt. Auf diesem guten Fundament konnte ich aufbauen", erinnert sich Dr. Knapczik, der sich darüber hinaus als erster Vorsitzender des Vereins "Nachbarn e.V." im Kreis Höxter für die Integration und Freizeitaktivitäten psychisch kranker Menschen einsetzt. Mitglied im Kuratorium der Stiftung INTEGAußerdem engagiert er sich im Kuratorium der Stiftung Integ.

Foto: KHWE

Sport
Montag, 17. Februar 2020 14:50 Uhr
Neue T-Shirts für die Ruderinnen und Ruderer am Schiedersee - BeSte Stadtwerke unterstützen Ruderclub Schieder am Emmerstausee von 1985 e.V.
Sonntag, 26. Januar 2020 12:00 Uhr

Kreis Höxter (red) Ob Sportverein, Chor oder Schützenbruderschaft, das Problem ist dasselbe: Wer stellt sich noch ehrenamtlich für einen Vorstandsposten zur Verfügung? Der Kreissportbund Höxter lädt zu dieser Thematik zu einem kostenlosen „Kurz und gut-Seminar“ am Dienstag, 24. März, ins Kreishaus nach Höxter ein. 

Viele Vereinsvertreter klagen darüber, dass es immer schwieriger sei, Menschen für eine Mitarbeit im Sportverein zu finden. Doch die Bereitschaft bei den Menschen, sich freiwillig zu engagieren ist nach wie vor hoch, in den letzten Jahren ist sie sogar gestiegen. „In diesem „Kurz und gut-Seminar“ nehmen wir das Problem der Mitarbeitergewinnung genauer unter die Lupe und werden gemeinsam erste konkrete Lösungswege erarbeiten,“ so die Organisatoren. Wer aktuell oder in den nächsten Jahren in seinem Verein ein Problem darin sieht, neue Mitarbeiter zu gewinnen oder Nachfolger für Führungskräfte zu gewinnen, der ist bei diesem Workshop genau richtig.

Ziel dieses Seminars ist es, in gebündelter Form Grundlagenwissen zu vermitteln. Durch die Bearbeitung von Anwendungsaufgaben oder Fallbeispielen in kleinen Workshops werden schon während des Seminars konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für die Vereinspraxis eröffnet.

Zum Inhalt gehören folgende Themen: Worin äußert sich das Problem in unserem Verein? Was haben wir zur Verfügung, welche Ressourcen können wir nutzen? Welche Strategien nutzen Andere im Wettbewerb um freiwillige Mitarbeiter? Anmeldungen nimmt die KSB-Geschäftsstelle ab sofort unter www.ksb-hoexter.de/anmeldungen an.

Mittwoch, 08. Januar 2020 11:35 Uhr

Steinheim (red). Die St. Josef Schützenbruderschaft hat sich zu ihrer traditionellen Jahreshauptversammlung am 2. Weihnachtsfeiertag im Teutonenhof in Vinsebeck getroffen. Das vergangene Schützenjahr wurde noch einmal überblickt und Themen der kommenden Saison beraten.

Darüber hinaus wurden Ehrungen vorgenommen, die dem Team um Standartenträger Sven Hülsmann zuteilwurden. Schießmeister und Vorstandsmitglied des Bezirksverbandes Höxter, Schießmeister Benedikt Tilly, verlieh die Auszeichnungen des Bezirksverbandes an die Standartenträger der Bezirksstandarte des BV Höxter im Jahr 2019. Standartenträger Sven Hülsmann und seine Offiziere Jan Birkenfeld und Marc Schamber bekamen die Auszeichnung in Gold.

Die Stellvertreter Justus Lange, John Regier, Steffen Finke und Jannik Riesel wurde die Auszeichnung in Silber verliehen. Weiterer Tagesordnungspunkt war die Wahl eines neuen Schriftführers. Der amtierende Markus Gröne wurde einstimmig im Amt bestätigt und bleibt dem Vorstandsteam vier weitere Jahre erhalten. Vorstand und Hofstaat bedanken sich bei allen Schützenbrüdern und Unterstützern und wünschen einen guten Start in 2020.

Foto: St. Josef Schützenbruderschaft Vinsebeck e. V.

Panorama
Dienstag, 14. Januar 2020 10:29 Uhr
Landesregierung untermauert finanzielles Engagement: 3,4 Millionen Euro für jüdische Gemeinden
Dienstag, 14. Januar 2020 10:17 Uhr

Düsseldorf/Tel Aviv (red). Das neue Büro des Landes Nordrhein-Westfalen für Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Jugend und Kultur in Israel nimmt im Januar seine Arbeit auf. Als Leiter des NRW-Büros in Tel Aviv konnte der Israel-Experte Dr. Gil Yaron gewonnen werden. Dies berichtete Dr. Mark Speich, Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales, am Freitag (10. Januar 2020) dem Ausschuss für Europa und Internationales im Düsseldorfer Landtag.
 
Ministerpräsident Armin Laschet: „Kein anderes Land pflegt so kontinuierliche, so enge und freundschaftliche Beziehungen zu Israel wie Nordrhein-Westfalen. Das neue Büro in Tel Aviv wird die zahlreichen Aktivitäten unseres Landes in Israel bündeln, unser Land vor Ort präsenter machen und neue Ideen für die Zusammenarbeit entwickeln. Das Büro soll auch zu einem Begegnungsort für Wirtschaft, Bildung, Forschung und Kultur werden. Zugleich ist die Einrichtung ein klares Signal der Wertschätzung an unsere Freunde in Israel, denn schließlich ist es weltweit das erste Büro Nordrhein-Westfalens in einem anderen Land mit einem so umfassenden Auftrag.“
 
Mit der in Tel Aviv angesiedelten Dependance der Staatskanzlei will die Landesregierung die bilateralen Beziehungen in allen Bereichen der Länderkompetenzen vertiefen. Das Büro wird in enger Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und der Deutschen Botschaft in Tel Aviv agieren.
 
Der Ministerpräsident weiter: „Nordrhein-Westfalen und Israel verbindet längst weitaus mehr als die sich für uns aus dem Menschheitsverbrechen der Shoa ergebende Verantwortung. Wir profitieren heute von engen Kontakten zur High-Tech Nation Israel. Tel Aviv ist nach dem Silicon Valley die innovativste Start-up-Region der Welt. Wissenschaft und Wirtschaft spielen hier Hand in Hand. Zukunftstechnologien wie etwa im Bereich der Künstlichen Intelligenz oder Big Data-Anwendungen im Bereich der Medizin sind für Nordrhein-Westfalen von größtem Interesse.“
 
Dementsprechend ist das neue Büro zunächst in einem modernen Coworking-Space in Tel Aviv untergebracht, in dem auch zahlreiche Start-up-Unternehmen arbeiten. Über den endgültigen Standort des Büros wird noch entschieden.
 
Das neue Büro wird in Israel für Nordrhein-Westfalen werben und israelischen Unternehmen und Investoren die Standortvorteile Nordrhein-Westfalens sichtbar machen. Dabei wird es eng mit der Deutsch-Israelischen Industrie- und Handelskammer (AHK) in Tel Aviv kooperieren, die bereits für das Land in Israel aktiv ist und ihre erfolgreiche Tätigkeit für Nordrhein-Westfalen fortsetzt.
 
Der neue Leiter des Israel-Büros: Zur Person Dr. Gil Yaron
Die Leitung des Büros des Landes Nordrhein-Westfalen in Tel Aviv übernimmt Dr. Gil Yaron, dessen Lebenslauf die engen Verbindungen zwischen beiden Ländern verkörpert. Ministerpräsident Laschet: „Mit Gil Yaron konnten wir einen ausgewiesenen Kenner der Region für die Leitung des Büros gewinnen. Mit seinen Artikeln, Büchern und Vorträgen in beiden Ländern trägt Gil Yaron seit über zwei Jahrzehnten zum besseren Verständnis zwischen Deutschen und Israelis bei. Er kennt den jüdischen Staat, sein Umfeld, seine Bevölkerung und seine Medien wie kaum ein anderer und unterhält seit seiner Kindheit engste Beziehungen zu Nordrhein-Westfalen. Zudem verfügt er über ausgezeichnete Kontakte und ein großes Netzwek in Israel.“
 
Gil Yaron kam 1973 als Sohn deutschstämmiger Israelis in Haifa zur Welt. Sein Großvater stammt aus Hoengen bei Aachen, seine Großmutter aus Nordhausen. Beide verließen 1933 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten Deutschland und flohen in das damalige Mandatsgebiet Palästina. Yarons Eltern wanderten kurz nach seiner Geburt nach Düsseldorf aus. Dort wuchs er bis zum Abitur auf. Nach einem kurzen Studienaufenthalt an der renommierten Brown University in den USA kehrte Gil Yaron nach Israel zurück, um in Jerusalem an der Hebrew University Medizin zu studieren. Bis zu seiner Promotion 2006 forschte und veröffentliche er zudem im Feld der Molekularbiologie.
 
Schon vor Abschluss seines Studiums interessierte sich Gil Yaron für die Nahostberichterstattung. Er studierte Arabisch und Politik in Givat Haviva und an der Hebräischen Universität und schrieb für eine Vielzahl hebräischer, deutsch- und englischsprachiger Medien, zuletzt als Israel-Korrespondent für die WELT.
 
Hintergrund: Nordrhein-Westfalen und Israel
Nordrhein-Westfalen und Israel pflegen traditionell enge Beziehungen. Zahlreiche Schulpartnerschaften, Jugendbegegnungen und Stipendienprogramme für Studierende spiegeln diesen engen Austausch wider. Lehrer, Richter, Staatsanwälte und angehende Polizeibeamte können an Fortbildungs- beziehungsweise Studienreisen zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem teilnehmen. 28 israelische und nordrhein-westfälische Städte verbindet eine Partnerschaft.
 
Das Land Nordrhein-Westfalen übernahm in der Vergangenheit bei der Wiederaufnahme von Verbindungen zu Israel stets eine Vorreiterrolle. Lange vor der Aufnahme formeller diplomatischer Beziehungen bezogen israelische Diplomaten ihren Sitz zuerst in Köln und dann in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn. Zugleich gelang es Nordrhein-Westfalen, Kontakte zur israelischen Gesellschaft aufzubauen. Die Arbeit des neuen Büros in Israel ist die Fortentwicklung einer langen Tradition enger Beziehungen mit Israel, die fortan mit weiteren Inhalten bereichert werden soll.

Foto: Land NRW / Shani Nahmias

Dienstag, 14. Januar 2020 10:11 Uhr

Paderborn (red). Jedes Jahr bietet das Jugendreferat des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn Platz für zwei engagierte und motivierte junge Menschen, die sich ein Jahr lang in der Kinder- und Jugendarbeit einbringen sowie sich selbst weiterentwickeln möchten. Der Einsatz erfolgt im Arbeitsfeld der Jugendverbandsarbeit. Die Begleitung und Verwaltung der Einsatzstelle erfolgt über das Diakonische Jahr der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Die Freiwilligen sind Teil des Teams des Jugendreferates und lernen unterschiedliche Bereiche der Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenkreis kennen. Dazu gehören Kinder-, Jugend- und Konfirmandengruppen in den Gemeinden und die Schulungen, Freizeiten und Aktionen des Jugendreferats. Im Laufe des Jahres übernehmen die Freiwilligen dabei immer mehr Verantwortung und können eigene kreative Ideen mit in die Arbeit einbringen. Die Arbeit wird intensiv begleitet von einer Praxisanleitung.

Über das Jahr verteilt werden mehrere Seminare des Diakonischen Jahres angeboten. Diese dienen der Reflexion der Arbeit und der Persönlichkeitsbildung. Das Diakonische Jahr beginnt in der Regel nach den Sommerferien. Die Bewerbungen sind noch bis zum 31. Januar 2020 möglich.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Jugendreferates unter www.juenger-paderborn.de und unter www.diakonisches-jahr-westfalen.de

Telefonische Rückfragen können gerne unter (05251) 5002-10 an den geschäftsführenden Jugendreferenten Oliver Schwarz gestellt werden.

Donnerstag, 02. Januar 2020 14:33 Uhr

Krefeld (red). Die Krefelder Strafverfolgungsbehörden haben den verheerenden Brand im Krefelder Zoo weitestgehend geklärt. Das Feuer ist durch eine Himmelslaterne ausgelöst worden. Drei Frauen hatten in der Silvesternacht zuvor fünf von diesen aufsteigen lassen und sich nach der Pressekonferenz am gestrigen Mittwoch bei der Polizei Krefeld gemeldet. Die Kriminalpolizei konnte bisher vier dieser Himmelslaternen in der Nähe des Affenhauses sicherstellen. Bei der fehlenden fünften Laterne handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die Laterne, die den Brand ausgelöst hat. Die Frauen hatten die Laternen zuvor im Internet bestellt. In ihren gestrigen Vernehmungen hatten sie angegeben, dass sie kein Hinweis auf ein Verbot gefunden haben. Mit dem schlimmen Folgen hätten sie nicht gerechnet. Sie gaben nachvollziehbar an, dass ihnen das Geschehen unendlich Leid tue. Bei den Frauen handelt es sich um eine Mutter mit ihren zwei erwachsenen Töchtern im Alter von 30 bis 60 Jahren. Gegen die Krefelderinnen wird nun wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Foto: Polizeipräsidium Krefeld

Montag, 25. November 2019 11:11 Uhr

Sundern/Kreis Höxter (red). Mit einem erfolgreichen Kick-Off-Meeting begann der Arbeitskreis des FrauenRat NRW seine Aktivitäten. Der FrauenRat NRW mit rund 57 Mitgliedsverbänden unterschiedlichster Weltanschauungen ist eine Interessenvertretung für ca. zwei Millionen Frauen aus Nordrhein-Westfalen. Die Mitglieder des FrauenRat NRW setzen sich ehrenamtlich für Geschlechtergerechtigkeit und Demokratie ein.

Mit der Gründung eines Arbeitskreises und einem ersten Treffen in Sundern/Dörnholthausen zum Thema: „Demokratiebildung jetzt – Nicht ohne Frauen machbar! Frauen stärken, Demokratie fördern, Radikalisierung verhindern“ starteten die Schatzmeisterin Maria Berghoff und die stellvertretende Vorsitzende Uta Fechler des FrauenRat NRW mit geladenen Gästen ihre Arbeit. Als Teilnehmerinnen waren über zwanzig Vertreterinnen von Frauenverbänden und Organisationen angereist. In ihrer Begrüßungsrede warnte Uta Fechler vor einer Radikalisierung der Gesellschaft, die immer mit der Einschränkung von Frauenrechten einhergehe. „Lasst uns Netzwerke zur Stärkung von Frauen und zur Geschlechtergerechtigkeit bilden. Heute kann der Anfang sein“, rief sie auf. Maria Berghoff betonte in ihrer Ansprache die Wichtigkeit von Frauen im ländlichen Raum: „Wenn Frauen auf dem Land eine Zukunft haben, hat der ländliche Raum eine Zukunft“, fasste sie zusammen.

Die Auftaktveranstaltung des Arbeitskreises fand große Aufmerksamkeit bei Vertreterinnen der Politik. Die Vizepräsidentin des Landtages Nordrhein-Westfalen Carina Gödecke ging in ihrem Grußwort auf den historisch niedrigsten Frauenanteil in den Parlamenten (Landtag NRW 27%) ein. Gleichzeitig sah sie die Demokratie in Deutschland so gefährdet wie noch nie. „Demokratie ohne Frauen ist keine Demokratie, Demokratie braucht Gleichberechtigung“, forderte sie. Erschreckend sei, dass freiwillige Selbstverpflichtungen, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen, keine ausreichende Wirkung zeigten und dass immer mehr Frauen Parteien mit einem rückständigen Frauenbild wählten. Bildungseinrichtungen müssten sich stärker mit Demokratiebildung beschäftigen. Darüber hinaus müssten Frauen in öffentlichen Ämtern stärker wahrnehmbar gemacht werden. Auch die stellvertretende Landrätin des Hochsauerlandkreises, Ursula Beckmann prangerte den geringen 

Frauenanteil in der Kommunalpolitik an. Sie rief die Anwesenden auf: „Die Parteien brauchen ihr Know- how, trauen Sie sich!“. Während des Frühstücks kamen die Teilnehmerinnen des Kick-Off-Treffens miteinander intensiv ins Gespräch. Sie erarbeiteten Stichpunkte für die Diskussion zur Bedeutung der Demokratie, zu Handlungsvorschlägen für die Arbeit von Frauenverbänden sowie jeder einzelnen Frau in ihrem Umkreis. In einer „Ideenschmiede“ wurden Projekte vorgestellt, die in den Mitgliedsverbänden schon durchgeführt wurden. Uta Fechler und Maria Berghoff berichteten von der Stellungnahme des FrauenRat NRW im Fragebogen der Enquete-Kommission des Landes Nordrhein-Westfalen „Subsidiarität und Partizipation. Zur Stärkung der (parlamentarischen) Demokratie im föderalen System aus nordrhein-westfälischer Perspektive“, in der sie Forderungen formulierten, die zur stärkeren Eigenverantwortung und Teilhabe von Frauen in der Politik führen können.

Foto: FrauenRat NRW

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