Sonntag, 04. November 2018 07:00 Uhr

Steinheimer Messe 2018: Prof. Dr. Christian Berg spricht zur Rolle von Nachhaltigkeit, Ressourcen, Klima sowie Energie für die zukunftsfähige Entwicklung von Unternehmen

Steinheim (red). Der Ingenieur, Theologe und Philosoph Dr. Christian Berg wird mit seinem Festvortrag am heutigen Sonntagvormittag, gegen 10:40 Uhr, einen Höhepunkt der diesjährigen Steinheimer Messe bilden. Im Kern seiner Ausführungen befasst er sich mit der Innovationskraft nachhaltigen Wirtschaftens. So können Unternehmen natürlich Kosten sparen, wenn sie ihren Energie- und Rohstoffverbrauch reduzieren, die langfristigen Effekte sind jedoch weitreichender. Der Professor für Nachhaltigkeit und Globalen Wandel an der TU Clausthal meint „Nachhaltigkeit ist ganz eindeutig ein wichtiger Treiber von Innovationen“, denn der sorgsame Umgang mit knapper werdenden Ressourcen, wie sauberer Luft und Wasser oder mineralölbasierten Energieträgern erhöht die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Zusätzlich geht es heutzutage in vielen Fällen auch um eine Positionierung. Kunden kaufen nicht mehr nur ein Produkt, sondern einen Lebensstil, Überzeugungen oder Wertvorstellungen. In seinen Ausführungen verdeutlicht der Nachhaltigkeitsexperte daher auch die Verknüpfung mit Themen, wie Fairtrade und Gemeinwohlökonomie, welche ebenfalls eine zentrale Rolle auf der Steinheimer Messe einnehmen.

Berg, der 2012 als Kernexperte am Zukunftsdialog von Bundeskanzlerin Angela Merkel beteiligt war, ist überzeugt, dass es so, wie wir derzeit mit Ressourcen und Natur umgehen nicht weitergehen kann. „Wir leben tief im roten Bereich“. Aus der technologischen Stärke Deutschlands resultiere auch eine Verantwortung für nachhaltige Entwicklung. Gleichwohl sich der Vortrag vorrangig mit den Belangen der Steinheimer Unternehmen befasst, so ist die Zielgruppe keineswegs begrenzt. Der Autor des Buches „Welt retten für Einsteiger – 30 Gründe für ein gutes Gewissen“ vermittelt auch allerhand anregende Ansätze für interessierte Bürgerinnen und Bürger. Denn letztendlich steht in einer globalisierten Welt alles in Bezug zueinander. Berg fragt deshalb: „Müssen wir nicht die Frage stellen, welches Leben wollen wir, was macht das Leben lebenswert?“

Foto: Berg

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