Freitag, 20. September 2019 09:50 Uhr

33. Bundesdelegiertentag der CDU-Frauen-Union in Leipzig

Von links: Felicitas Schimmel, Claudia Pischke, Annegret Kramp-Karrenbauer (Parteivorsitzende CDU und Verteidigungsministerin), Viola Wellsow (Kreisvorsitzende Frauen Union Höxter) und Beate Rehker.

Leipzig/Kreis Höxter (red). Beim 33. Bundesdelegiertentag der CDU-Frauen-Union in Leipzig hat sich die FU inhaltlich und personell für die nächsten zwei Jahre aufgestellt. Die Chefin der CDU-Frauen, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz MdB, wurde mit dem überzeugenden Ergebnis von 93.26 % von den 400 Delegierten wiedergewählt. Seit 2015 steht sie an der Spitze der Frauen-Union. Auch die stellvertretenden Vorsitzenden, die Schatzmeisterin, die Schriftführerin sowie auch die 20 Beisitzerinnen wurden in ihren Positionen bestätigt. Zentrales Thema dieser Veranstaltung war die gleichberechtigte Besetzung von politischen Ämtern für Frauen. „Es geht um Gestaltungsmut und politischen Willen. Listen sind zwar kein Allheilmittel, aber ein unverzichtbarer Teil der Lösung. Unser Anspruch ist, dass die Listen der CDU verbindlich zur Hälfte mit Frauen besetzt und die Kandidatinnen gleichermaßen auf den vorderen wie mittleren und hinteren Listenplätzen platziert werden. Wir brauchen auf jeden Fall auch mehr Frauen, die in den Wahlkreisen antreten und kandidieren,“ so die Vorsitzende der Frauen-Union weiter. In ihrer engagierten Rede unterstützte Annegret Kramp-Karrenbauer als Parteivorsitzende und Verteidigungsministerin die Forderung der Frauen. „Frauen sind die Hälfte der Gesellschaft, und was wir fordern, ist das, was uns zusteht.“ Indirekt plädierte sie somit für eine gleiche Verteilung von politischen Ämtern auf Frauen und Männer und erhielt dafür minutenlangen Applaus. „Es ist ein dickes Brett, das da auf den Tisch gelegt wird. Und an diesem Brett werden wir ganz schön bohren müssen,“ so die CDU-Bundesvorsitzende. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer verdeutlichte in seiner Rede die Stellung der Frauen nach dem 2. Weltkrieg und die gesellschaftliche Entwicklung. "Die Stimmen der Frauen haben haben die Landtagswahlen in Sachsen zu dem erzielten Erfolg geführt.“ Das Drittel-Quorum im Statut der CDU ist bisher nur eine unverbindliche Obergrenze und ist nicht mehr mehr zeitgemäss. Das Ziel ist halbe-halbe. Diese Forderung wurde auch dem CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak mit auf den Weg gegeben, der am Sonntagmorgen zur Bundesdelegiertentagung nach Leipzig kam. Der CDU-Fraktionsvorsitzende im deutschen Bundestag Ralph Brinkhaus machte in seiner Ansprache den Frauen Mut, ihr Ziel zu verfolgen. Die Forderung der CDU-Frauen ist eine Kommission des Deutschen Bundestages, die bis spätestens 2020 Vorschläge für gesetzliche Änderungen entwickelt und geeignete Maßnahmen erarbeitet.

 

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