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Montag, 11. Juni 2018 12:02 Uhr

Fahrrad-Aktionstag in Höxter: Radfahrer und Passanten werden für das Tragen von Helmen beim Radfahren sensibilisiert – E-Bikes und deren Fahrer im Fokus der Arbeit

Höxter (jg). Zu einem gemeinsamen Fahrrad-Aktionstag luden die Kreispolizeibehörde Höxter, die Verkehrswacht Kreis Höxter, die Firma Innogy sowie der Zweiradexperte und Radhändler Dirk Sommer (Fahrradgeschäft Sommer in Höxter und Brakel) ein. Schwerpunkt vor Ort war die Aufklärung von Nutzern eines Pedelecs oder E-Bikes, denn laut Verkehrsunfallstatistik nehmen die Unfallzahlen mit den motorunterstützten Fahrrädern zu. Bereits drei schwerstverletzte E-Bike- und Pedelecfahrer mussten die Polizeibeamten in der Vergangenheit dokumentieren. Die fortschreibende Begeisterung für die elektrischen Antriebe könnte diese Zahlen in die Höhe gehen lassen.

Aus dem Gespräch mit den Verkehrssicherheitsbeamten und Polizeihauptkommissaren Michael Wiemeyer, Wolfgang Steinwachs und Thomas Kruse geht hervor: Das Fahrverhalten mit einem E-Bike gegenüber einem „normalen“ Fahrrad sei ein anderes. Bei den nicht motorunterstützten Zweirädern spielt die Kondition und die körperliche Verfassung eine Rolle, wie schnell ich mich fortbewegen kann. Neben dem Anfahrverhalten, verändere sich beim Umgang mit den Pedelecs und E-Bikes auch das Bremsverhalten, so Polizeihauptkommissar Michael Wiemeyer. Daher sei der Aktionstag ins Leben gerufen, um Passanten und Radfahrer an diesem Aktions-Sonntag am Weserradweg im Bereich des Corveyer Hafens in Höxter aufmerksam zu machen und beratend tätig zu sein.

Es sei sehr wichtig, dass eine vorherige und professionelle Einweisung auf die neue Technik erfolge, denn im Straßenverkehr verbergen sich genug Gefahren, sodass dieser Ort kein passender ist, um erste Fahrten mit dem neuen „Gefährt“ durchzuführen, so die mahnenden Worte der Verkehrssicherheitsberater in Bezug auf elektronische Bikes.

Neben der Kreispolizeibehörde Höxter, waren auch Oliver Thöne, Geschäftsführer der Verkehrswacht des Kreises Höxters sowie Mitglied Jürgen Helk vor Ort, um die Aktion mit einem Seh- und Reaktionstestgerät zu bereichern. Ebenfalls hatten sie einen Pedelec-Simulator mitgebracht, um auf mögliche persönliche Einschränkungen aufmerksam zu machen. Da die Verkehrswacht im Kreis Höxter die technische Ausstattung nicht vorhalten kann, wurden sie durch die Landesverkehrswacht aus Düsseldorf sowie von den Kollegen aus Minden-Lübbecke Burkhard Lübker überführt.

Die Firma Innogy aus Essen bot den Interessierten die Möglichkeit einmal eine Fahrt mit einem Pedelec durchzuführen, um das Fahrverhalten zu testen. Als Fachmann für Zweiräder war der Unternehmer Dirk Sommer, der seine Geschäfte in Höxter und Brakel ansässig hat, vor Ort, um Interessierte über die neueste Technik zu informieren. Im

Bei Pedelecs bestehe eine Helmpflicht, betonten die Polizeibeamten. Die sogenannten S-Pedelecs (genaue Bezeichnung: Pedal Electric Cycle) gelten als Kleinkrafträder und unterliegen einer Haftpflichtkennzeichenpflicht sowie einer Betriebserlaubnis und das Tragen eines entsprechenden Helmes ist Vorschrift. Die Polizeihauptkommissare sowie die Verkehrswacht im Kreis Höxter würden es künftig begrüßen, dass alle Pedelec- sowie E-Bike-Fahrerinnen und -fahrer künftig mit einem geprüften und sehr gut sitzendem Helm ausgestattet auf Tour gehen.

Foto: Jörn George

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