Mittwoch, 01. Januar 2020 12:31 Uhr

Notruf 112: Telefone standen auch 2019 in keiner Stunde still - über 30.000 Einsätze bearbeitet

Kreis Höxter (red). Im abgelaufenen Jahr 2019 wurden in der Zeit vom 1. Januar bis zum 20. Dezember 2019 in der Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst des Kreises Höxter insgesamt 31.225 Einsätze bearbeitet. Diese Einsätze beziehen sich auf Hilfeersuchen von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Kreis Höxter und Gebieten angrenzender Kreise und Länder, die die Leitstelle Kreis Höxter in der Notfallrettung mit zu versorgen hat.

Das Einsatzaufkommen im Bereich Rettungsdienst betrug 29.102 Einsätze, für den Bereich der Feuerwehr waren 2.123 Einsätze zu verzeichnen. Somit mussten durch die Leitstelle des Kreise Höxter insgesamt 31.225 Einsätze organisiert und koordiniert werden. Gegenüber dem Jahr 2018 mit insgesamt 29.015 Einsätzen (26802 Rettungsdienst- und 2.213 Feuerwehreinsätzen), stieg das Einsatzaufkommen im Rettungsdienst leicht an.

Das Einsatzaufkommen der Feuerwehr dagegen blieb fast auf dem Stand von 2018. Ein Grund für die erneut hohe Anzahl der Feuerwehreinsätze ist einmal mehr das Wetter. Der Kreis Höxter ist im Jahr 2019 gleich von zwei starken Unwettern heimgesucht worden: Sturmtief Eberhard am 9. und 10 März sowie ein Starkregen am 15. Oktober. Beide Unwetter machten ein Eingreifen der Feuerwehren und sonstigen Hilfsorganisationen erforderlich.

Warnung und Information der Bevölkerung Der bundesweite Warntag findet jährlich im September statt. Nächster Warntag : Donnerstag10. September 2020

Verhaltenshinweise für den Gefahrenfall

  • Ruhe bewahren
  • Gebäude aufsuchen
  • Nachbarn informieren
  • Türen und Fenster schließen
  • Radio einschalten, Lokalfunk, WDR 2, (bei Stromausfall, Autoradio)
  • Notruf (110/112) nicht blockieren. Nur im Notfall anrufen. 

Genaue Standortbestimmung durch Advanced Mobile Location (AML)

Erfreuliche Nachrichten für alle Kunden der deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber: Sie profitieren ab sofort vom neuen Notrufsystem AML (Advanced Mobile Location). Im Jahr 2018 wurden in Europa 73 Prozent der Notrufe über Mobiltelefone abgesetzt – eine von vielen Herausforderungen, vor die uns die mobile Gesellschaft im digitalen Zeitalter stellt. Denn was, wenn der Anrufer selbst nicht weiß, wo er sich befindet und so seine genaue Position nicht durchgeben kann?

Zum Beispiel wenn er mit seinem Fahrzeug auf einer Landstraße, auf der Autobahn oder auf einem abgelegenen Feldweg verunglückt und nicht genau weiß, wo er ist. In einem solchen Fall kommt AML zum Einsatz. Im Notfall einfach die 112 anrufen und die Rettungsleitstelle kann den Unfallort lokalisieren.

Konkret erlaubt AML die genaue Ortung von Hilfesuchenden. Im Ernstfall kann das Leben retten. Denn wenn mit dem Handy die Notrufnummer 112 gewählt wird, werden per AML automatisch Standortdaten an die Rettungsleitstelle gesendet. Und das bis auf wenige Meter genau. AML-Daten basieren auf exakten GPS-Koordinaten und sind damit weitaus genauer als die bisherige grobe Ortung über Funkzellen.

Praktisch: Damit AML funktioniert, müssen Nutzer eines Smartphones ihre Standortdaten im Handy nicht einmal aktiviert haben. GPS wird beim Wählen der 112 automatisch eingeschaltet, damit die Standortdaten an den Rettungsdienst übermittelt werden können. AML ist keine App, sondern bereits im Betriebssystem des Smartphones integriert. AML nutzt für die Standortbestimmung nicht nur die Funkzellenposition; hier sind die Unsicherheitsradien sehr groß (0,1 bis 30 km), sondern insbesondere auch andere, in den Smartphones integrierte Funktionen zur Positionsbestimmung wie WLAN und GPS. Hierdurch können Standortdaten mit einer Genauigkeit von wenigen Metern an die Leitstellen gesendet werden. 

Einsätze zum Jahreswechsel 2019/2020

Für die Leitstelle des Kreises Höxter gestaltete sich der Jahreswechsel ereignisreich. Es begann gleich 0:15 Uhr mit einem Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Nieheim. In Nieheim Erwitzen brannte ein landwirtschaftliches Gebäude. (Scheune), hier waren alle Feuerwehren der Stadt Nieheim im Einsatz. Unterstützt wurden sie noch mit Sonderfahrzeugen von den Städten Brakel, Steinheim, Bad Driburg und Höxter.

Für den Rest der Feuerwehren im Kreis Höxter begann der Jahreswechsel 2019/2020 ruhig. Es waren verteilt über den Kreis Höxter 3 kleinere Brandeinsätze zu bewältigen. 00:24 Uhr Willebadessen Kleinbrand im Freien 01:20 Uhr Höxter Reste von Feuerwerkskörpern 02:17 Uhr Steinheim Mülltonne 

Rettungsdienstliche Einsätze

Der Rettungsdienst im Kreis Höxter musste zum Jahreswechsel 35 Einsätze bearbeiten. Viele Einsätze resultierten aus dem unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern (4). Des Weiteren galt es, routinemäßige Einsätze zu bewältigen, wobei ein Großteil auf starken Alkoholgenuss zurückzuführen war.

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