Dienstag, 01. Januar 2019 11:39 Uhr

Notruf 112: Telefone standen auch 2018 in keiner Stunde still

Steinheim (red). Im abgelaufenen Jahr 2018 wurden in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember in der Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst des Kreises Höxter insgesamt 29.015 Einsätze bearbeitet. Diese Einsätze beziehen sich auf Hilfeersuchen der Bürger aus dem Kreis Höxter sowie Gebieten angrenzender Kreise und Länder, die die Leitstelle Kreis Höxter in der Notfallrettung mit zu versorgen hat. Das Einsatzaufkommen im Bereich Rettungsdienst betrug 26.802 Einsätze, für den Bereich der Feuerwehr waren 2.213 Einsätze zu verzeichnen. Somit mussten durch die Leitstelle des Kreises Höxter insgesamt 29.015 Einsätze organisiert und koordiniert werden.

Gegenüber dem Jahr 2017 mit insgesamt 28.066 Einsätzen (26.502 Rettungsdienst- und 1.564 Feuerwehreinsätzen), stieg das Einsatzaufkommen im Rettungsdienst nur leicht an. Das Einsatzaufkommen der Feuerwehr dagegen stieg sprunghaft (40%) an. Der Löwenanteil dieser gestiegenen Einsatzzahlen begründet sich durch die Witterungseinflüsse. So war der Kreis Höxter im Januar 2018 gleich von zwei staken Unwettern betroffen: Sturmtief „Burglind“ am 3. Januar und Orkantief „Friederike“ am 18. Januar. Damit verbundenen waren starke Sturmböen sowie schauerartige Niederschlägen, die ein Eingreifen der Feuerwehren und sonstigen Hilfsorganisationen erforderlich machten. 

In Betrieb genommen

Zentrale Atemschutzwerkstatt für die Feuerwehren im Kreis Höxter in Brakel

Die zentrale Atemschutzwerkstatt für die Feuerwehren im Kreis Höxter in Brakel ist seit dem 1. Oktober 2018 in Betrieb. Für die Feuerwehren im Kreisgebiet ergibt sich durch die neue Atemschutzwerkstatt in Bezug auf die Reparatur, Wartung, Reinigung und Auslieferung der Atemschutzgeräte ein „Rund-um-Service“. Vernetzung der Leitstelle Höxter-Lippe- Paderborn

Die Erweiterung der Kreisleitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst von jetzt vier auf später sechs Abfrageplätze ist geplant. Die Baugenehmigung liegt bereits vor, der Erweiterungsbau soll im Sommer 2019 realisiert werden. Die Vernetzung soll dazu führen, dass bei einem Ausfall einer Leitstelle, bei Räumung einer Leitstelle oder bei Großschadensereignissen weiterhin kein Notruf verloren geht, sondern der Notruf in einer der beiden Vernetzungsleitstellen (Lippe/Paderborn) angenommen und bearbeitet wird – von der Abfrage bis zur Alarmierung. 

Pilotprojekt „Leitstelle“

Die Kreise Höxter, Lippe und Paderborn kooperieren beim ärztlichen Notdienst unter der Rufnummer 116117 der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. Von diesem Pilotprojekt profitieren rund 800.000 Menschen in den drei Kreisen, denn es soll insbesondere die Akut- und Notfallversorgung weiter verbessern. Zudem werden die Rettungsdienste und die Notaufnahmen der Krankenhäuser entlastet. Der Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 hilft bei Erkrankungen, mit denen Betroffene normalerweise einen Arzt in einer Praxis aufsuchen würden, die Behandlung aber aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann. Die entsprechend geschulten Disponenten können im Gespräch mit dem Patienten dann entscheiden, ob der ärztliche Bereitschaftsdienst die Versorgung übernimmt, ob ein Krankenwagen bereitgestellt werden sollte oder ob sogar der Rettungsdienst verständigt werden muss. Seit dem 2. Juli 2018 werden über die Leitstelle des Kreises Lippe in Lemgo die Anrufe aus allen drei Kreisen für den ärztlichen Bereitschaftsdienst entgegen genommen. Das Projekt „Leitstelle“ läuft bis zum 30. Juni 2021. Danach wollen die Beteiligten auswerten, welche Verbesserungen dadurch in der Akut- und Notfallversorgung erzielt werden konnten. Für lebensbedrohlichen Situationen bleibt die Notrufnummer 112 selbstverständlich bestehen!

Warnung und Information der Bevölkerung

Warntag NRW – Was ist das?

Erstmalig fand am 6. September 2018 der landesweite Warntag statt. Dabei wurden in ganz NRW sämtliche Warnmittel erprobt. Um 10 Uhr wurden zeitgleich in den verschiedenen Kommunen – auch im Kreis Höxter – die örtlichen Warnkonzepte getestet. 

Eine Warnung kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen: -Sirenen, -Warn App NINA, -Lautsprecher, -Radio und Fernsehen oder -soziale Medien. Ziel ist es, die Bevölkerung für das Themenfeld „Warnung“ zu sensibilisieren und Informationen und Tipps zu geben, damit die Bürgerinnen und Bürger im Ernstfall richtig reagieren können. 

Verhaltenshinweise für den Gefahrenfall

- Ruhe bewahren
- Gebäude aufsuchen
- Nachbarn informieren
- Türen und Fenster schließen
- Radio einschalten, Lokalfunk, WDR 2, (bei Stromausfall, Autoradio)
- Notruf (110/112) nicht blockieren. Nur im Notfall anrufen.

Was bedeuten die unterschiedlichen Sirenensignale

- 1 Minute an und abschwellender Warnung Dauerton
- 1 Minute Dauerton Entwarnung
- 1 Minute 2 X unterbrochen Alarmierung der Feuerwehr Dauerton 

Der landesweite Warntag findet künftig jährlich an jedem 1. Donnerstag im September statt. Nächster Warntag NRW: 5. September 2019 

Einsätze zum Jahreswechsel 2018/2019

Für die Leitstelle des Kreises Höxter gestaltete sich der Jahreswechsel ereignisreich, jedoch vom Einsatzaufkommen zum Jahreswechsel 2017/2018 etwas entspannter. Mussten zum Jahreswechsel 2017/2018 50 Einsätze koordiniert werden, waren es zum Jahreswechsel 2018/2019 45 Einsätze.

Feuerwehreinsätze:

Für die Feuerwehren im Kreis Höxter begann der Jahreswechsel 2018/2019 ruhig. Es waren verteilt über den Kreis Höxter 5 kleinere Brandeinsätze zu bewältigen.

  • 1. 20:07 Uhr Beverungen Es brennen 2 Mülltonnen
  • 2. 00:06 Uhr Steinheim Brennt Briefkasten
  • 3. 01:29 Uhr Bad Driburg Kleinbrand im Freien
  • 4. 01:31 Uhr Warburg Brennt Mülleimer
  • 5. 02:19 Uhr Warburg Es brennen 2 Mülltonnen

Rettungsdienstliche Einsätze:

Der Rettungsdienst im Kreis Höxter musste zum Jahreswechsel 40 Einsätze bearbeiten. Erfreulich war jedoch, wie auch schon im letzten Jahr, dass der Rettungsdienst nur zu einem Einsatz ausrücken musste, der von unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern ausging. Des Weiteren galt es, routinemäßige Einsätze zu bewältigen, wobei ein Großteil auf starken Alkoholgenuss zurückzuführen war. Das Team der Leitstelle Kreis Höxter wünscht Ihnen ein frohes und erfolgreiches neues Jahr 2019.

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